Kofmehl, Solothurn, 29.09.17

An diesem Freitag war es an der Zeit einen Sprung zurück in die eigene Deutsch Punk Vergangenheit zu machen. Die ersten welche die kleine Bühne in der Raumbar enterten waren die 2 Musiker von THE FAGS. Sie zockten ihren simplen, nur mit Gitarre, Drum und Gesang dargebotenen Punk mit Spass und konnten die Leute auch gut zu den ersten kleinen  Pogoversuchen animieren. Es kamen auch immer mehr Freunde des Punks in die kleine Raumbar. Danach wurde die Stage ein wenig umgebaut, es braucht ja auch für den Headliner DIE ABSTÜRZENDEN BRIEFTAUBEN nur ein Drum, dieses wurde praktisch an den Bühnenrand gesetzt, und einen Mikroständer. Früher hiess es "Kaum stehn wir hier und singen, kommen sie von nah und fern, sie ham die Tauben gern, sie lachen und sie singen, sie pogen und sie schrein,sie wollen noch mehr Tauben etwas lauter könnt es sein" und das ist heute noch so, die Location füllte sich bis zum Bersten was die Temperatur so schon hochjagte. Die Stimmung war bestens das zeigte sich schon als Olli und Micro für den Soundcheck auf die Bühne kamen und ein paar Klänge ihren Instrumenten entlockten wurde vor der Bühne gepogt und gefeiert. Bis dann Micro sagte das Konzert habe noch nicht begonnen er müsse sich noch umziehen und aufs Klo. So konnten sich die Zuschauer nochmals mit einem Bierchen eindecken und schon gings los. Die Setlist welche auf der Bühne lag war aus 2016 und sollte den Musikern nur zeigen welche Stücke sie kennen. Die Jungs zockten sich durch ein Best Off Programm. Sei es von der ersten Scheibe (z.Bsp Autofahren) bis hin zu Songs von der nach 22 Jahren ersten neuen Scheibe welche  2017 erschienen ist (Frauke Halts Maul, Nie wieder Pegida). Die Stimmung auf der Bühne war Top es wurde gewitzelt und geschreddert als gäbe es kein Morgen. Zweimal wurden die Instrumente getauscht was seit Anbeginn der Tauben Tage zum Programm gehört. Die Fans sangen lauthals mit und pogten was das Zeug hielt. Ein Klasse Punk Abend ging nach dem obligaten "Tränen" zu Ende. Alle wurde in die Nacht entlassen und man sah den Gesichtern an das es allen grossen Spass gemacht hat mal wieder so richtigen zwar simplen aber lustigen deutschen Kult Punk zu geniessen.     

 

Bildergebnis für avantasia logo

 

Z7, Pratteln, 28.06.17

 

Nach dem Intro stiegen die, bestens gelaunten Musiker, mit ihrem fulminanten Eurovisionssong, Mystery Of A Blood Red Rose, in den fast 2, 5 Std. dauernden Set ein. Die Band befindet sich auf einer mini Festival Tour, Barcelona und WOA, somit war der Gig in Pratteln als Warm Up Show zu sehen. Zugleich eröffneten die Musiker den Z7 Summer Nights Reigen. Bei Song Nummer 2 und 3 war es an der Zeit den ersten Gastsänger zu präsentieren. Das war niemand geringeres als Pretty Maids Rocker Ronnie Atkins. Als dieser über die Treppe hinunterstieg wurde er gefeiert als zockte er mit seiner Mutterband. Auf den Dänen folgte die  nordische Antwort auf DIO (RIP) Mister Jorn Lande enterte die Stage und zockte sich voller Power und Elan durch seine 2 Tracks. Man merkte bei allen Gästen in Verbindung mit den Hauptmusikern, insbesondere Mastermind Tobi das sie sich nicht nur auf musikalischer Ebene bestens verstehen sondern da auch jahrelange Freundschaften existieren. Ohne Ausnahme spürte und sah man bei allen Musikern dass sie ungeheuren Spass hatten auf der Stage zu zocken und sie wurden dementsprechend vom praktisch ausverkauften Z7 frenetisch unterstützt. Es wurde mitgesungen und mitgefeiert als gäbe es kein Morgen. Bei Dying For An Angel durfte Oliver Hartmann zeigen das er nicht nur top die Axt bedienen kann sondern auch über ein starkes Gesangsorgan verfügt. Mister Bob Catley von Magnum war als nächster an der Reihe seine Sangeskünste wieder einmal unter Beweis zu stellen. Das machte er mit gewohnter Souveränität und zeigte dass er noch lange nicht zum alten Metal gehört. Danach wäre eigentlich Michael Kiske (Unisonic, Helloween) an der Reihe gewesen. Er liess sich entschuldigen und wurde in super Manier von Backing Sänger Herbie vertreten der seinen Job mehr als nur gut machte. Die Stimmung war längst am Siedepunkt angelangt und Tobi quasselte sich den Mund fusselig. Farewell war dann Amanda Sommerville’s Glanzstück. Die Blonde Sängerin zeigte was ihre Stimmbänder zu bieten haben. Ihre klare melodische Voice ist einfach nur genial. Was danach kam war ein Weltpremiere. Mister Geoff Tate (Operation: Mindcrime, Ex-Queensryche) kam in eine rote Veste gewandet auf die Bretter welche die Welt bedeuten.   Und wusste mit Seduction of Decay und Avantasia zu begeistern. Somit waren alle Vocalakrobaten einmal auf der Bühne gewesen und der Abend ging Schlag auf Schlag weiter. Herbie gab nochmals sein Bestes, er wurde von Bob unterstützt welcher dann gleich noch den Runaway Train anhängte bei welchem er dann von Jorn abgelöst wurde. Kurz vor dem Break waren dann Jorn und Ronnie zusammen auf der Bühne und gaben erneut Vollgas. Tobi meinte zum Beginn des Zugaben Teils das dieser Schweiz exklusiv sei, denn sie hätten in Barcelona nur 2 Stunden Spielzeit zur Verfügung. Bei Lost In Space stand erneut Amanda im Mittelpunkt. Mit Sign Of The Angels ging ein sensationeller Abend mit Weltklasse Musikern und Sängern zu Ende. Alle standen nochmals gemeinsam auf der Bühne und gaben alles. Das tat ihnen das Publikum gleich. AVANTASIA waren, sind und werden wohl immer ein Erlebnis der Extraklasse sein.

 

Setlist: Mystery Of A Blood Red Rose, Invoke The Machine, Twisted Mind, The Scarecrow, Promised Land, Dying For An Angel, The Story Ain’t Over, Reach Out For The Light, Farewell, Seduction Of Decay, Avantasia, Sheletr from The Rain, Runaway Train, Le The Storm Descend Upon You, Lost In Space, Sign Of The Angels

 

 

Bildergebnis für elvenking logo

Finsterforst, Firtan, Evertale

 

Z-7 Pratteln, 25.04.17

 

Als ich an diesem verregneten Dienstagabend das mini Z7 erreichte waren die deutschen Power Metaller von EVERTALE bereits on Stage. Die Zuschauerzahl war eher bescheiden aber die Jungs sorgten mit ihrem traditionellen Stahl für wohlwollen und konnten schon den ersten Applaus einheimsen. Nach der kurzen Umbaupause ging’s um 19.55 Uhr schon wieder weiter. Die Jungspunde von FIRTAN hatten das volle Heimspiel da sie aus dem benachbarten Lörrach über den Rhein kamen. An der doch recht stattlichen Anzahl Zuschauer, die auch mitfeierten, an sah man gut das da so einige mit ihnen mitgekommen waren. Schon beim ersten Track musste der Sänger den Totalausfall seiner Axt erleben. Der Techniker eilte herbei und regelte das Problem fachmännisch. Somit stand der Black Metal Show, sie versuchten von der Kleidung und von der Musik her etwas auf BEHEMOTH zu machen, nichts mehr im Weg. Die Jungs boten regungslose Schwärze mit guten technischen Fähigkeiten welche sie durch Frikeleien und Solis präsentierten. Durch die Kälte waren die Reaktionen auch eher auf zuschauen und gelegentlichem Haare schütteln beschränkt. Sie boten einen amtlichen Auftritt welcher zu überzeugen wusste. Als dritte im Bunde waren die deutschen Folk Black Metaller von FINSTERFORST an der Reihe die Meute auf Betriebstemperatur zu bringen. Die Musiker standen schon bei der Vorband neben der Bühne und feierten selbige mit einem Gerstensaft in der Hand ab. Sie selber legten, in Blut und Dreck verschmierten Hemden, sehr träg und schwerfällig los. Die Zuschauer gingen ab dem ersten Ton an voll mit. Mir waren insbesondere die ersten beiden Songs zu schwerfällig als Einstieg in  ein Konzert. Aber sie zeigten während des Auftritts öfters dass sie auch amtlich ballern können. Als gegen Ende ein paar Fans Pappschilder hochhielten, was draufstand konnte ich nicht erkennen, kam der Frontmann von der Bühne runter packte sich ein Schild und rannte mit den Fans im Gepäck ein paar Runden durchs Publikum. Auch Spass hat Platz in so einer harten Szene. Die Stimmung war oben angelangt. Trotz eines kleinen Moshpits lichteten sich die Reihen zusehends was sehr schade war. Es war ein fetter Auftritt der Pagan Metaller. Aber dann war es an der Zeit, auf welchem vor allem auch die Damen im Zuschauerraum warteten. Die Italienischen Pagan Metal Band ELVENKING enterten die Stage. Die Zuschaueranzahl war jetzt wirklich überschaubar aber die Musiker liessen sich nicht beirren und legten mit ihrem Querschnitt durch die 20 jährige History Vollgas los. Sie waren bestens aufgelegt und boten eine fette Show die von Rauchsäulen und leuchtenden Mikroständer optisch garniert wurde. Sie waren sehr tough was die Songauswahl anging und bedienten die Fans mit allem was ihre Pagan Herzen begehrten. Die Jungs machen keinen Unterschied ob da 100 oder 1000 Fans vor ihnen stehen. Beim letzten Track sah ich leider das die Violine wohl nicht immer Live gespielt wird was etwas schade war. Im Gesamten war der Auftritt einfach nur als Siegeszug der Südländer zu bezeichnen, Spass und fetter Sound das macht einen Metal Auftritt aus.

 

Bildergebnis für stiller has

Kofmehl, Solothurn, 7.4.2017

An diesem sonnigen Freitag Abend lud Endo Anaconda und sein neuer Hasenstall in den rostigen Würfel zu Solothurn zum Konzertabend. Die Musiker hatten einen neuen Tonträger, ENDOSAURUSREX, im Gepäck. Um 20 Uhr hies es Licht aus Spot an und die Musiker stiegen auf die Bühne vor sehr gefülltem Zuschauerraum um mit dem Klassiker "Aare" in den Set einzusteigen. Ab dem ersten Ton war die Freude und der Spass vor und auf der Stage zu spüren. Leidenschaft, Groove und viel Blues/Jazz wurde zelebriert. Das sehr besondere Publikum erfreute sich an den lyrischen wie musikalischen Top Darbietungen. Endo tänzelte, streckte die Zunge raus  und hustete sich durch den Set. Er erinnerte mich öfters mal an Joe Cocker. Die Inbrunst und Leidenschaft welche er und seine Musiker an den Tag legten griff über zu den Zuschauern und liess die Stimmung stetig steigen. Nach 9 Songs war es an der Zeit für ENDO sein Hemd zu trocknen und er machte eine gut 20 minütige Pause. Die ich ihm sicher gönnte aber sie war zu lange nach meinem Empfinden. Aber als er danach mit seiner Liebe zum Märchen wieder in den 2. Teil einstieg gingen die Fans ohne Stimmungsabbruch wieder mit. Die recht ruhige Setlist war ein gutes Best Of Programm durch den fast endlos grossen Backkatalog. Das war mal ein etwas anderer musikalischer Abend, der aber mit Wortwitz, Leidenschaft und Können zu überzeugen wusste.   

 

Bildergebnis für kreator logo

 

 

SEPULTURA, SOILWORK, ABORTED

 

Z7, Pratteln, 19.02.17

 

Ein Billing der Extrem Metal Champions League machte an diesem Sonntag  im ausverkauften Z7 in Pratteln halt. 4 Acts aus 4 Ländern welche alle in ihrem Genre Kult oder Legendenstatus besitzen waren am Start. Die ersten im Reigen waren die belgischen Brutal Grind Death Mörtler von ABORTED. Die Jungs boten die volle Abrissbirne die die Stimmung in der gut gefüllten Halle sogleich nach oben trieb. Mit unheimlich Dampf und einer mächtigen Präsenz zermalmten sie die ersten Nackenmuskeln. Nummer 2 waren die Schweden von SOILWORK. Mit ihnen kam zum ersten und einzigen Mal ein Keyboard auf die Stage und die Melodien zogen (teilweise) ein. Von der technischen Seite her waren alle 4 Bands bestens aufgestellt aber die Melodic Elchtod Musiker gingen noch etwas filigraner ans Werk. Aber das will gar nicht heissen dass sie nicht amtlich ballerten und für so manchen Moshpit verantwortlich waren an diesem Abend. Die Hitze in der Halle stieg unaufhaltsam und die Zuschauer feierten bestens. Danach ging's in Richtung Regenwald. Sprich Brasiliens Thrasher Number One seit 32 Jahren SEPULTURA enterten die Stage. Jetzt war das Z7 proppenvoll. Der Moshpit rotierte ziemlich schnell. Die Haare flogen und die Band feuerte ein Best Of Programm unters Volk das man nur Freude haben konnte. Sie killten weitere Nacken und Trommelfelle. Als letzte an dem legendären Abend ging die deutsche Thrash Metal Legende KREATOR um Meister Mille auf die Stage. Schon im Vorfeld haben sie einiges an Show versprochen und sie hielten Wort. Auf der Stage gab es Leinwände auf den die Videos und Bilder zu den gezockten Songs liefen. Es gab Pyros und Dampffontänen und hinter/oberhalb des Drums gab es einen Laufsteg auf welchem sich die Musiker der Öfteren präsentierten.Alles umrahmt von einer wahrlich fetten Lightshow. Die Jungs machten ab dem ersten Akkord den Sack souverän und brutal zu. Die Pommes Gabeln gingen gegen die Hallendecke, die Haare flogen fleissig, der Circle Pit drehte sich unaufhaltsam und die Kehlen wurden heiser gesungen. Die Mannen ballerten sich durch die gesamte History vom neuen Album gab’s auch so einiges an Schmankerl auf die Lauscher. Eine Siegeszug sondergleich was die Germanen da abfackelten. Ich bin sicher das seismologische Institut hat sicherlich Bewegungen in Pratteln aufgezeichnet. Denn an diesem Sonntag wurde die Festigkeit der Grundmauern im Z7 aufs äusserste getestet. Ein heftiger Abend ging um 23.30 Uhr leider schon zu Ende.

 

 

Bildergebnis für destruction logo

 

Kofmehl, Solothurn, 6.2.17

 

Die deutsche Thrash Legende machte auf dem 2. Teil ihrer Gastspielreise, zum neuen Tonträger,  durch Europa halt im rostigen Würfel, KOFMEHL, in Solothurn. Es war zugleich auch der letzte Gig dieser Tour. Die ersten, REZET, am Start konnte ich nur bei ihrem letzten Track begutachten. Die Jungs aus dem deutschen Schleswig Holstein mörtelten aber recht derb mit brutalem Old School Touch. Das überschaubar gehaltene Publikum liess sich gleich anstecken und Feierte schon flott mit. Als zweite waren auf diesem Tour Tross die Schweizer von GONOREAS mit an Bord. Die Mannen enterten gut gelaunt die Stage und bretterten gleich mit ihrem Power Sound drauf los. Mit unheimlicher Freude und viel Bewegungsdrang brauchten sie den ganzen Platz auf der Bühne. Die Musiker stachen aus den 4 Bands hervor weil sie zwar deftig ballerten aber auch viel Power und Frickeleien in ihren Songs, 7 an der Zahl, zu bieten hatten. Insbesondere der Sangesknabe Leandor beindruckte einen immer wieder mit seiner variablen Stimme von deftig bis zu sehr hohen Halfordschen Screams. Sie versuchten die Leute zum Mitsingen zu animieren aber dieses Vorhaben wollte nicht so wirklich klappen. Ansonsten ein klasse Opener der den Stimmungspegel gut nach oben drückte. Die Brasil Ladys von NERVOSA rutschten seit dem ersten Teil der Tour im Slot ganz nach oben direkt vor dem Headliner. Nach 15 minütigem Umbau mörtelten die Thrash Queens volle Kanne los. Deftig, roh und wild jagten sie Song um Song aus den Speakern. Deftiger Thrash der einem die Gehörgänge ordentlich durchfräste. Ein wahres Massaker und bester Pusher direkt vor dem Hauptact. Mit INTO THE MOSHPIT ging’s in die letzte Runde. Die Haare auf und vor der Bühne rotierten heftigst. Somit war die Zeit reif und die Nackenmuskulaturen warm für Schmier, Mike und Vaaver die seit mehr als 3,5 Dekaden unter dem Namen DESTRUCTION ihr Unwesen treiben. Als die Jungs auf die Bühne traten gab es kein Halten mehr. Sie wurden lautstark und mit Freude von den  leider spärlich erschienen Thrashern empfangen. Das Trio weiss was die Fans wollen und haute einen Knaller nach dem anderen aus ihrer gesamten Diskografie raus. Man merkte ihnen die gute Laune an und auch die Fans vor der Stage feierten als gäbe es kein Morgen. Das volle Thrash Brett wurde einem durch die Lauscher gefräst. Sogar ein kleiner Moshpit kam hie und da zu Stande. Old School Thrash vom feinsten der leider mit BESTIAL INVASION viel zu früh sein Ende fand. Das Kofmehl wurde an diesem Montagabend in seinen Grundmauern erschüttert.

 

Tracklist:

 

Under Attack, Curse The Gods, Pathogenic ,Nailed To The Cross, Mad Butcher, Dethroned, Life Without Sense, Total Desaster, Thrash Attack ,Black Death-Invincible Force (Medley), Second To None, The Butcher Strikes Back, Thrash Till Death, Bestial Invasion

 

Bildergebnis für j.b.o. logo

Kofmehl, Solothurn, 16.12.2016

Der Vierer AC ANGRY war als erstes an der Reihe das recht überschaubar gefüllte Kofmehl zu rocken. Sie wurden von niemand geringerem als Hannes G. Laber von den darauf folgenden J.B.O. angesagt. Die Jungs rockten sogleich flott durch ihren 11 Tracks umfassenden Set. Pure fuckin' dirty Rock N Roll gab's auf die Lauschlappen. Die Mucker liessen sich auch nicht irritieren als das Snare kurz den Geist aufgab. Während der Reparatur Zeit wurde einfach ohne Drum weiter gezockt. Das ist Rock n Roll. Die Reaktionen im Publikum blieben leider bis zum Schluss recht verhalten was aber der Leistung der Jungs nichts abtat. Sie schredderten zufrieden ihre Riffs raus.

Um 21 Uhr war es dann an der Zeit den Headliner in Rosa J.B.O.  zu begrüssen. Nach dem "Glaubensbekenntnis" in Form des abgeänderten Iron Maiden Intro von Number of The Beast ging es ohne grosse Unterbrüche durch das 26! Songs umfassende Unterhaltungsprogramm. Die Jungs waren, wie immer, bestens gelaunt und klopften zwischen den Stücken dauernd ihre Zoten und Gags. Unterstützt wurde die Rosarote Armee Fraktion von zwei Background Animateuren die  bei jedem zweiten Song in anderem Gewand auf der Stage rumtobten. Sei es als Priester mit Weihrauch, Penisse die Kondome im Publikum verteilten, Höhlenmenschen, Hip Hopper, Rock n Roller oder Dirndl tragend egal sie gaben alles und halfen das Publikum, welches amtlich mitfeierte, zu unterhalten. Auch als vor "der Waldfee" die Axt von Hannes nicht mehr klingen wollte und der Roadie seine Arbeit machen musste, wurden munter Jokes zum Besten gegeben. J.B.O. sind einfach ein Garant für gute Unterhaltung gepaart mit Party Mucke egal ob eigene Lieder oder abgeänderte Covers. Sie wissen was das Volk will. Es gab ein wahres Feuerwerk aus Tracks ihrer ganzen Schaffensphase dazu noch einige Songs aus dem aktuellen 11. Album welches schlicht 11 betitelt ist. Nach einem kurzen Break und lautstarken JBO Rufen aus der Halle, die Rufe wurden durch das Leuchtlogo hinter dem erhöhten Drumriser unterstützt, legten die Blödelbarden mit "Dr. Met" und "Geh mer halt zu Slayer" den ersten der insgesamt 2 Zugaben Teile auf das Parkett. Als sie dann nochmals verschwanden und erneut nach kurzer Verschnaufpause auf die Bühne zurückkehrten wollten sie wissen ob wir im Publikum es noch schaffen 2 Songs durchzuhalten. Hannes sagte klar das es nur 2 Songs geben würde wenn wir genug laut "Verteidiger des wahren Blödsinns" mitsingen würden. Es kam wie es kommen musste die feiernden Fans holten die Kraftreserven nochmals hoch und die Band konnte dann mit "Ein Fest" das Finale einläuten. Ein wahrhaft gelungener und unterhaltsamer Abend nahm ein Ende.

Setlist:

Glaubensbekenntnis, Bolle, Rock Muzik, Arschloch und Spass dabei, Im Verkehr, Ich Liebe Dir, 1001 Nacht, Ich hätte gerne mehr, Gänseblümchen, Wir Ham Ne Party, Die Waldfee, Panzer Dance, Rammstein Reggae, Bimber Bumber, Könige, Gimme Doop Joanna, Hose runter, Vier Finger für ein Hallelujah, Guter Tag Zum Sterben, Wacken, Kuschelmetal, Dr. Met, Geh Mer Halt Zu Slayer, Verteidiger des wahren Blödsinns, Ein Fest.

 

Bildergebnis für saxonlogo

& PHIL CAMPBELL AND THE BASTARD SONS

Z7, Pratteln, 09.12.2016

Die Gastspielreise, mit SAXON, Motörhead, Girlschool,  die Anfang 2016 durch Europa hätte fahren sollen, aber aufgrund des Todes von LEMMY (Motörhead) Ende 2015, abgesagt wurde. Fuhr diesen Winter in kleineren Form durch europäische Venues. Auf einem Teil der Tour waren die Ladys von GIRLSCHOOL als Special Guest dabei und auf dem zweiten Teil, wie auch im Z7, Ex Motörhead Axe Man PHIL CAMPBELL und seine BASTARD SONS.

Um 19.30 wäre eigentlich der Beginn gesetzt gewesen und das war Z7 schon gut gefüllt. Aber durch das warten bis 20 Uhr waren dann fast alle ca 1'300 Zuschauer im Raum als Phil und seine Jungspunde die Stage enterten. Sie legten ohne zu zögern und bestens gelaunt los. Phil zeigte sich breit grinsend und Kaugummi kauend als ruhigerer Pol während dem die um die 20 Lenze zählenden anderen Mucker wild auf der Bühne agierten. Nach einem eigenen Track zockten sie schon den ersten von insgesamt 6 Motörhead Tracks (Nothing Up My Sleeve, R.A.M.O.N.E.S, Born To Raise Hell, Ace Of Spades, Eat The Rich, Going To Brazil).  Des weiteren gab's noch eine Prise Black Sabbath (Sweet Leaf) und einmal Hawkwind (Silver Machine) auf die Lauscher nebst 2 weiteren eigenen Songs. die Jungs wussten echt wie man rockt und die Hallen Temperatur stieg konstant in Richtung Betriebstemperatur für SAXON. Da gab's nur eins zu sagen Mittelfinger(wie auf den Bannern) äähhh Pommesgabel hoch für PHIL CAMPBELL AND THE BASTARD SONS. Nach der obligaten Umbau-, Rauch- und Gerstensaft- hol, Pause erloschen die Lichter und das bekannte Intro von "It' a Long Way To The Top" zeigte auf das die Legenden von SAXON ready sind um die Bretter die die Welt bedeuten zu erklimmen. Ab der ersten Sekunde gab es auf und vor der Bühne kein halten mehr. Das sehr gemischte, aber eher ältere, Publikum feierte seine Helden vom feinsten. Die Fäuste und Pommesgabeln wurden gegen die Bühne gestreckt, Die Haare, wenn noch welche vorhanden waren, flogen und die Songs wurden mitgesungen. Aber auch Biff, Nibbs, Doug, Paul und Nigel zeigten das sie auch nach so vielen Dekaden des Rockens immer noch absoluten Spass haben Live zu spielen. Allesamt kamen aus dem Grinsen nicht mehr heraus. Biff erwähnte des Öfteren das wir eine "Great Audience" seien. Sie boten nebst den Tracks vom aktuellen Longplayer "Battering Ram" ein volles Best Of Programm, mit "Heavy Metal Thunder", "Wheels Of Steel", "747", "Solid Ball Of Rock" und allem was das Herz begehrte, bei welchem sogar die Zuschauer zum Wünschen kamen und sich für "The Eagle Has Landed" entschieden. Biff fragte auch an diesem Abend die Fans ob sie lieber einen schnellen oder einen langsamen Song wollen und es war klar das alle einen schnellen bevorzugten und er erklärte mit breitem Grinsen das sie doch schon älter seien und nicht mehr so "fast" spielen könnten aber da griff die Saitenfraktion schon in die vollen und die Matten durften fliegen. Den Song "And The Bands Played On" wurde Lemmy (RIP) gewidmet. Ein wahres NWOBHM Fest war es an diesem Abend welches mit "Crusader", "Denim And Leather" und "Princess Of The Night" ein Ende fand. Die doch nicht mehr ganz jungen Rocker haben es allen gezeigt. Die Menge wurde verschwitzt aber zufrieden in die Nacht entlassen.

 

 

 

Bildergebnis für the quireboys logo

 

Mini Z7, Pratteln, 21.11.16

Der Abend im Mini Z7 stand ganz im Zeichen des Sleaze Pub Rocks. Die ersten auf den Brettern die die Welt bedeuten waren die Schweden Sleazer von DUST BOWL JOKIES. Die Jungs waren nicht im Programmheft aber legten gleich ohne Umschweife los. Der Sänger agierte mit nacktem Oberkörper und wusste sich in bester 80ies Manier in Szene zu setzen. Musikalisch standen da die Acts aus der LA Szene Pate. Die Jungs konnten in ihren 30 Minuten Spielzeit volle Kanne von sich überzeugen. Es ging ziemlich rassig weiter und nach einer Umbaupause war schon wieder Lichter löschen angesagt und die Mucker aus Chicago, welche auf den Namen THE LAST VEGAS hören, legten sich ins Zeug die verkleinerte Halle auf Betriebstemperatur zu bringen. Ich persönlich fand ihren Sleaze Metal weniger mitreissend als bei den Schweden vorher aber sie zockten solid und konnten ordentlich Applaus einfahren. Die Mannen boten einiges an CINDERELLA Spirit inkl., Ballade. Die Stimmung war gut aufgeheizt für die Briten Rocker von THE QUIREBOYS. Seit 30 Jahren huldigen sie dem Pub Rock Sound der Extraklasse. Sänger Spike, standardmässig mit Kopftuch versehen, und seine Mitstreiter legten mit bester Laune los. Es wurde ein Potpourri aus allen Schaffensphasen gezockt. Alles immer locker aus der Hüfte brannten sie die Halle ab und wurden vom ersten Ton an abgefeiert. Spike hatte fast immer ein Getränk zur Hand und prostete dem Publikum ganz nach Pub Manier zu. Die Jungs wissen wie Rock n Roll geht. Dreckig, laut und mit viel Spass so muss das sein. Mit dem legendären Überhit „7 O‘Clock“ ging’s in den kurzen Break um danach bis zum „Sex Party“ Hit nochmals zu feiern. Ein wirklich genialer Rock Abend ohne Durchhänger.

 

 

Bildergebnis für europe under attack 2016 logo

 

Z7, Pratteln, 15.09.16

 

Nach Veröffentlichung ihres neuen Albums UNDER ATTACK hat sich die germanische Thrash Institution ein Tour Package geschnürt und hat die Rundreise im ehrwürdigen Z7 zu Pratteln gestartet. Das für den Frontmann Schmier das Z7 praktisch Heimat ist war schnell klar, er bewegte sich bis kurz vor seinem eigenen Auftritt im Publikum. Plauschte mit den Fans stand für Fotos zur Verfügung und trank mit den mitgereisten Freunden etwas. Soweit so gut nun zum musikalischen Teil des Abends. Als erste durften die 3 Ladys aus Brasilien an den Start. Wer bei den Mädels von NERVOSA das typische Bild brasilianischer knapp bekleideten Frauen vor Augen hatte wurde etwas enttäuscht. Also nicht das die Frauen keine Augenweiden wären aber sie kleideten sich Genre typisch. Von Beginn weg gingen sie mit unbändiger Spielfreude zu Werke. Insbesondere die Bassistin und Sängerin zeigte sich als Rampensau. Die Frauen liessen sich trotz fast leerer Halle nichts anmerken und zockten schön räudig aus den Hüften. Sie schafften es die Zuschauer zum Mitfeiern zu animieren und brachten zum letzten Song „Into The Moshpit“ genau so einen zustande zu bringen. Das war der perfekte Opener welcher ruhig etwas mehr als 25 Minuten Spielzeit hätte haben dürfen. Nach einer nur 10 minütigen Umbaupause war Stilbruch angesagt. Die Schweden Rocker von ENFORCER waren an der Reihe ihre Stücke zu präsentieren. Auch sie zeigten die volle Spielfreude und agierten äusserst souverän. Stillstehen war für die Musiker zu keinem Moment eine Option. Die Mannen zockten sich durch ihr gut 50 Minuten dauerndes „Glam“ Thrash Programm. Nur für sich gesehen haben die Jungs überzeugt aber durch die härtere (Stilistisch gesehen) Konkurrenz fielen sie zu sehr aus dem Rahmen und die Reihen lichteten sich zusehends, was eventuell auch daran lag das die Sängerin von NERVOSA am Merch Stand war um sich mit den Fans ablichten zu lassen. Die letzten vor dem Headliner waren die Ami Power Thrash Urgesteine von FLOTSAM AND JETSAM. Die Arizona based Band ging vom ersten Ton an mit viel Power und Groove durch den Set. Die Mannen um Gründungsmitglied ERIC AK brachten einen Querschnitt ihres Schaffens von Anfang 80ies bis heute auf die Bühne. Ihre Musik ist halt keine locker flockige Unterhaltungsmucke sondern technisch recht anspruchsvoll deswegen war die Reaktion vor der Bühne gut aber nicht Euphorisch. Die Matten flogen und die Fans gingen mit der Band bei jedem Song mehr ab. Auch für die Amis hiess es nach 50 Minuten aus die Maus und Platz machen für den Headliner. Es wurde danach zügig umgebaut, inkl. 3 Mikroständer mit den Flammen Totenköpfen die nur für Schmier hingestellt wurden damit er mehr Bewegungsfreiheiten geniessen kann. 22.12 Uhr war Lichter löschen angesagt und die Jungs von DESTRUCTION starteten mit dem Titelstück der neuen Scheiblette gleich voll durch. Bestens gelaunt und fit knallten sie einen Burner um den anderen in die Halle raus. Die Jungs wurden abgefeiert als gäbe es kein Morgen.  Auch sie liessen sich vom spärlichen Publikum nichts anmerken und feierten den Tourstart gebührend mit einer geilen Setlist von Alt bis Neu. Ein Gig wie man ihn von den Deutschen gewohnt ist. Die perfekte Symbiose aus Spass, Wucht, Vernichtung und Können. Der Moshpit schwitzte die Haare flogen durch die Luft und die Pommesgabeln zeigten in Richtung Decke. Thrash Till Death. Die 1 Stunde und gut 20 Minuten gingen wie im Flug vorbei und schon nahm ein genialer Abend sein Ende.

 

Z7, Pratteln, 09.08.16

Als ich nach Schlange stehen und Leibesvisitation, leider ohne Foto Pass, endlich Im Z 7 war zockten die Iren von THE ANSWER bereits auf der Bühne. Sie waren, meiner Meinung nach, der perfekte Opener für David Coverdale und seine WHITESNAKE. Mit ihrem kernigen, erdigen Rock der Marke 70ies konnten sie die Zuschauer im proppenvollen Konzerttempel locker zum mitklatschen und mitsingen animieren. Sie sahen und bewegten sich als wäre die Zeit zurück gedreht worden. Alles ohne verstaubt zu wirken. Die Spielfreude war ihnen anzumerken und übertrug sich auf die Zuschauer. Leidenschaft und coole Rock Mucke die den Fuss von alleine mitwippen liess war das Programm. Einfach perfekt.

Bei mir sind es ziemlich genau 22 Jahre die ins Land gezogen sind seit ich WHITESNAKE zum letzten Mal auf einer Bühne erlebt habe.

Um 21.05 war dann Lichter löschen angesagt und nach dem Intro erschien David Coverdale mit seiner Crew auf den Brettern die die Welt bedeuten. Er agierte mit seinem Mikroständer als diente das Teil als Phallus Verlängerung und wirbelte ihn durch die Luft wie vor 20 Jahren. Mit der Greatest Hits Setlist war der Kessel geflickt. Die Band wurde ab dem ersten Augenblick abgefeiert. Es wurde mitgesungen was die Kehlen hergaben. Die Musiker sind allesamt Profis an ihren Instrumenten das merkte man. Der Sound, die Stimme von David und die Bühnenpräsenz waren erste Sahne. Leider war David nicht wirklich der gesprächigste und Interagierte eher wortlos mit den Fans. Die üppigen Solis waren meiner Meinung nach etwas zu lang gehalten aber das ist natürlich Geschmackssache. Gekonnt waren alle Solis aber als Tommy Aldrige seine Sticks ins Publikum pfefferte und den zweiten Teil seines Alleingangs mit den blossen Händen gab war das schon cool zu beobachten. Das Hit Feuerwerk ging unbeirrt weiter die

Stimmung auf und vor der Stage war bestens. Nach der obligaten Vorstellung der Musiker ging das Programm mit der Überballade IS THIS LOVE romantisch weiter. Mit HERE I GO AGAIN endete der offizielle Teil des Auftritts. Nach einem kurzen Break war dann mit STILL OF THE NIGHT nochmals Vollgas angesagt. Die Stimmbänder wurden erneut strapaziert um dann die Fans zufrieden in die Nacht zu entlassen. David und seine Mitstreiter haben während den 1 ½ Stunden ein weiteres Mal bewiesen dass sie noch nicht zum alten Eisen gehören.

Setlist:

Bad Boys, Slide It In, Love Ain’t No Stranger, The Deeper The Love, Fool For Your Loving, Ain’t No Love In The Heart Of The City, Judgement Day, Guitar Solo, Slow An‘ Easy, Bass Solo, Crying In The Rain (inkl. Drum Solo), Is This Love, Give Me All Your Love, Here I Go Again, Encore: Still Of The Night

Z7, Pratteln, 28.06.16

Innerhalb knapp 2 Wochen stand an diesem Montagabend die dritte Band der legendären BIG FOUR in Pratteln auf der Stage. Nach all den Turbulenten Zeiten der näheren Vergangenheit haben SLAYER mit ihrem neuen Album erneut ihre Position im Metal aufgezeigt. Livehaftig habe ich die Mannen um Kerry King und Tom Araya gerade erst in Luzern am Sonisphere gesehen und da konnten sie volle Kanne überzeugen.

Aber erstmals schön der Reihe nach. Als Opener konnten die Schweizer von BATTALION an den Start gehen und versuchen die Menge auf Betriebstemperatur zu bringen. Schon mal vorne weg es gelang ihnen die gut gefüllte Halle auf SLAYER Einstiegstemperatur zu bringen. Mit ihrem räudigen Thrash Metal ballerten sie die Lauscher durch. Die Jungs zeigten sehr grosse Spielfreude und konnten mit viel Power ihren Set durchknüppeln. Etliche Frisuren verloren schon bei Ihnen den Halt. Das war der perfekte Opener.

Aber um 21.30 Uhr hiess es Lichter löschen zum zweiten an diesem Abend und die Legenden Tom Araya, Kerry King, Gary Holt und Paul Bostaph, auch SLAYER genannt, enterten die Bühne und wurden mit viel Geschrei und SLAYER Rufen empfangen. Mit Repentless, vom neuen Album, ging’s los um dann mit God Hates Us All gleich den nächsten Nackenbrecher hinterher zu jagen. Die Meute ging steil. Haare flogen, Pommesgabeln und Fäuste wurde gegen die Hallen Decke gereckt. SLAYER waren und sind nach wie vor eine absolute Macht. Sie ballerten sich mit unheimlicher Kraft durch die Best of Setlist. Gerade im ersten Teil gab’s sehr wenige Worte zu hören von Tom. Vor Mandatory Suicide gab er aber dann seine Weisheiten doch noch zum Besten. In der zweiten Hälfte des 1 1/2 stündigen Siegeszuges war er dann auch mal zu Scherzen und Grinsen aufgelegt. Die 3, Paul sah man nicht hinter der Schiessbude sondern wurde nur von seinen wuchtigen Beats massakriert, sind auf der Bühne total verschiedene Charaktere. Gary Holt (Exodus) war der agierende und gut gelaunte Rocker, Kerry der arschcoole, muskelbepackte und tätowierte Gitarren King und Tom markiert einfach seine Präsenz, er darf ja nicht mehr Headbangen. Der ganze Auftritt war ein Genuss. Bei Raining Blood war dann nochmals „Pommesgabeln hoch und die letzten Frisuren am Arsch“ angesagt. Mit South Of Heaven, mein absoluter Favorit, war dann Gedenken an den verstorbenen Jeff Hannemann auf dem Programm. Mit dem alles vernichtenden Angel Of Death machten die Jungs dann endgültig den Sack zu. Ein massiver Thrash Metal Abend ging zu Ende und alle waren ausgelaunt aber happy. (André)

 

 

Z7, Pratteln, 09.06.16

 

Wer die Idee hatte als vor Act beim Schockrock Meister einen Komödianten auf die Bühne zu stellen, der hat wohl etwas Zuviel Ganja geraucht. Das war grottenschlechtes Vorprogramm. Egal dann machen wir gleich mit dem fast schon 70 jährigen Godfather of Schockrock ALICE COOPER weiter. 21.20 Uhr gingen die Lichter aus und die draussen stehenden Zuschauer im restlos ausverkauften Z7 zu Pratteln strömten in die Halle. Der Vorhang fiel der Meister entstieg einer grossen Kiste zu Klängen von BLACK WIDOW. In der Halle gab’s kein Halten mehr. Das sehr gemischte Publikum rockte gleich ab, reckte die Hände in Richtung Hallendecke und sang die Stücke lauthals mit. Seine Band gab auch alles und agierte mit viel Spielfreude. Alice weiss einfach was die Fans an Songs von ihm erwarten und hatte somit eine Klasse Setlist am Start. Sehr souverän mit einem Lächeln im Gesicht führte ALICE durch den Abend und dirigierte seine Band. Auch wenn er sein Wort nie ans Publikum richtet störte das keineswegs. Wer den Godfather schon mal erlebt hat weiss die Musik ist der eine Teil die Show das andere. Er bot mal wieder das volle Programm an Entertainment. Abgesehen das er immer was in den Händen hält um damit rumzufuchteln, Säbel inkl. Dollarnoten bei BILLION DOLLAR BABIES, Dolch, Gehstock, Krücke, bot er sehr viel an Unterhaltung. Nach dem Drum Solo erschien der Meister erneut aus der ominösen Schatzkiste und war in einen blutigen Kittel gekleidet. Seine Helfer schoben schon mal den Um Wandler auf die Bühne während dem FEED MY FRANKENSTEIN gezockt wurde. Alice liess sich an dem Gerät anschnallen und nach Rauch und Blitz erschein plötzlich ein überdimensional grosser Frankenstein auf der Bühne. Nach dem auf einem Mülleimer sitzenden ONLY WOMEN BLEED ging's dann auch zügig weiter und bei Guilty kam mal wieder die Zwangsjacke zum Zug, nachdem er sich daraus befreit hatte und die Krankenschwester angegriffen hatte wurde er zur Guillotine gebracht und mit viel Show enthauptet. Das nächste Highlight waren dann die Cover Versionen von THE WHO, THE JIMI HENDRIX EXPERIENCE und DAVID BOWIE die mit grossen Bannern mit den Namen KEITH MOON, DAVID BOWIE und JIMI HENDRIX mit den entsprechenden Geburts- resp. Sterbedaten versehen hinter dem Drumkit hingen. Aber einer fehlte. Mister Rock n Roll LEMMY. Aber siehe da plötzlich wurde ACE OF SPADES von MOTÖRHEAD angestimmt und die Halle ging steil. Dieser Song wurde vom Bassisten gesungen und haute richtig rein. Die 4 Songs waren eine Würdigung an die von uns gegangenen Ikonen. Mit riesen Ballonen und Glitzer Konfettis ging der offizielle Teil mit School’s Out/Another Brick in The Wall (Pink Floyd Cover) zu Ende. Nach einem kurzen Break, bei welchem die Amiflagge als Backdrop hochgezogen wurde, erschien die Band nochmals und Alice war mit Zylinder und Frack in Amistyle gekleidet. Zu dem letzten Song ELECTED erschien Hillary Clinton und Donald Trump blutverschmiert auf der Bühne. Sie prügelten und zankten miteinander. Um 23 Uhr war dann leider schon Schicht im Schacht. Ein perfekt Inszenierter Hard Rock Abend ging zu Ende.

 

Setlist:

 

Vincent Price Intro, The Black Widow, Public Animal #9, No More Mr. Nice Guy, Under My Wheels, Billion Dollar Babies, Long Way to Go, Woman of Mass Distraction, Poison, Halo of Flies, Feed My Frankenstein, Cold Ethyl, Only Women Bleed, Guilty, Ballad of Dwight Fry, Killer, I Love the Dead, Under the Bed, Pinball Wizard  (The Who cover), Fire  (The Jimi Hendrix Experience cover), Suffragette City  (David Bowie cover), Ace of Spades (Motörhead cover), I'm Eighteen, School's Out / Another Brick in the Wall Part 2, Encore: Elected

 

 

 

Z7, Pratteln, 10.04.16

Mit den Bands WOLFCHANT, NACHTBLUT, VITJA, EISREGEN und VARG war die WOLFSFEST Gastspielreise sehr breit gefächert was die stilistische Ausrichtung anging. In Pratteln fand am Sonntagabend der Tour Abschluss statt. Als ich eintraf lagen gerade VITJA in den letzten Klängen, jetzt wären die Jungs von WE BUTTER THE BREAD WITH BUTTER an der Reihe. Aber da 2 der Musiker ohne Ausweise auf Tour waren blieben sie an der Grenze hängen und mussten den Auftritt canceln. Somit waren EISREGEN und VARG eine Stunde früher an der Reihe. Als ich eintraf war gleich klar das Durchschnittsalter war recht tief gehalten. Was die Zuschaueranzahl anging war es leider auch recht überschaubar.

Im Internet war die neue Auftrittszeit von EISREGEN auf 19.20 veröffentlicht worden am Nachmittag. Aber bereits um 19 Uhr erloschen die Hallenlichter und M.Roth und seine Schlächter enterten die in Rot getauchte Stage um ein Best Of Set über die ganzen 20 Jahre ihrer Existenz zum Besten zu geben. Natürlich sind ihre Sounds eher ruhig aber bitter böse und wissen zu begeistern und mitzureissen. Sie wurden abgefeiert und der Siegeszug nahm seinen Lauf. Entgegen der RAUCHEN VERBOTEN Schilder im Z7 hatte der Mann hinter der Schiessbude öfters mal einen Glimmstängel im Mundwinkel. Mit ELEKTRO HEXE beendeten sie den offiziellen Teil. Als die Zuschauer lautstark ihr zurückkommen mit ZUGABE Rufen forderten meinten sie nur des es nicht ZUGABE sondern EISREGEN heissen sollte. Mit den richtigen Chören kamen sie dann sogleich auch wieder auf die Bretter und brachten den 1 stündigen Siegeszug mit FLEISCHBRAND zu Ende. Als Abschluss gab’s, wie zu Beginn den Hinweis von M.Roth das niemand vergessen solle: DER TOD IST EIN MEISTER AUS THÜRINGEN.

Somit war der Weg frei für die Wölfe. Um 20.45 Uhr enterte die Wolfshorde von VARG die Bretter die die Welt bedeuten. Sie wurden lautstark empfangen. Die Fäuste wurden gen Hallendecke gereckt und die Stimmen wurden erhoben. Denn nach dem Intro von Charlie Chaplin hauten die rot schwarz bemalten Musiker ihre Setlist In die Lauscher der Fans. Es war die pure Vernichtung vom feinsten. Geile Light Show, fetter Sound einfach purer Krieg. Die Inszenierung mit den Podesten und den Dampffontänen war perfekt. Die Wölfe sind eine Macht. Sogar die Wall Of Death gelang gleich 2x hintereinander. Das anwesende Volk ging steil und die Musiker liessen sich anstecken. Als mit dem Song ROTKÄPPCHEN das Finale eingeläutet wurde holte Freki eine junge Frau im roten Umhang auf die Bühne und forderte die männlichen Zuschauer auf ihre Shirts auszuziehen und über ihren Köpfen zu kreisen. Einige machten den Spass mit die anderen holten die letzten Reserven aus sich raus und feierten nochmals amtlich ab.

Um 22 Uhr war dann ein genialer Konzert Abend leider auch schon wieder zu Ende.

Setlist VARG: Der grosse Diktator (Intro), Das Ende Aller Lügen, Revolution, Schwertzeit, Naglfar, Was Nicht Darf, Streyfzug, Einherjer, Dunkelheit, Blutaar, Frei Wie Der Wind, Ascheregen, Achtung, Wir Sind Die Wölfe, Guten Tag, Rotkäppchen. (André)

Z7, Pratteln, 03.04.16

Pünktlich gingen die Deutschen von PALACE an den Start um das Z7 aufzuheizen für die Germanische Legende Udo Dirkschneider. Ihr traditioneller Heavy Metal konnte nicht so wirklich vom Hocker reissen. Die Jungs wirken einfach kauzig. Auch die Mitsing Spielchen wurden vom Publikum schlecht erwidert. Ihr Sound drückt schon recht aber eben mitreissend geht anders. Nach einer halben Stunde war Feierabend und die Stage wurde für die Kanadische Kultformation umgeräumt. LIPS und seine ANVIL Crew legten wie gewohnt bestens gelaunt los. Das ewige Grinsen und die Spässe von LIPS wirken zwar manchmal etwas spitzbübisch aber zeigen das sie nach wie vor lieben was sie tun. Mit viel Spass und Leidenschaft rockten sie sich durch ihre History. Auch das Vibrator Solo durfte nicht fehlen. Die Stimmung ging stetig nach oben. Spätestens bei METAL ON METAL gab’s in der Halle kein Halten mehr. Die Stimmung war oben angelangt, die Hände reckten gegen die Decke und die Kehlen sangen mit. Nach 1 Stunde waren auch sie am Ende und die Bühne konnte mit den Backdrops etc. in Tarnfarben für den Meister hergerichtet. Die Zuschauer im gut halbgefüllten Metal Tempel zu Pratteln konnten es kaum mehr erwarten. Udo DIRKSCHNEIDER ist nicht mit seiner Stammband unterwegs. Er war es wohl Leid immer nach den ACCEPT Songs der Vergangenheit gefragt zu werden. So hat er unter seinem Nachnahmen eine Tour auf die Beine gestellt bei der er nur ACCEPT Stücke zum Besten gibt. Das aber danach bei den U.D.O Konzerten nicht mehr tun wird. The German Tank Ist eine Legende und Institution im Bereich des Teutonen Stahls. Solid, wie gewohnt, führte Udo durch die alte Zeit und wurde frenetisch abgefeiert. Kein Wunsch blieb unerfüllt. Es war einfach nur geil die Metal Kultsongs vom Original Sänger dargeboten zu bekommen. „Breaker“. „Neon Knights“ „Restless & Wild“, „Metal Heart“, „Balls To The Wall“ nur um ein paar aufzuzählen knallten durch die Halle. Die Fans sangen mit, bangten und feierten was das Zeug hielt. Ein Siegeszug sondergleichen.

CHILDREN OF BODOM, SYLOSIS

Z7, Pratteln, 22.11.15

Aufgrund von Terrorangst haben LAMB OF GOD ihre Tour mit CHILDREN OF BODOM und SYLOSIS gecancelt.

So entstand dann das etwas speziell anmutende Billing an besagtem Sonntagabend

im Z7. Aber schön von vorne. Die ersten im Bunde waren SYLOSIS. Sie hatten die Aufgabe die noch recht übersichtliche Anzahl Leute auf Temperatur zu bringen. Die Musiker liessen sich nicht beirren

und konnten alsbald immer mehr Leute vor die Bühne holen. Mit ihrem technisch

versierten und unheimlich wuchtigen Death Metal Brett zogen sie die Zuschauer

gut mit. Ein amtlicher Einstieg in den Abend. Alexi und seine Jungs von CHILDREN OF BODOM waren als zweite am

Start. Die Band wurde lautstark empfangen und abgefeiert. Der Pit rotierte

sogleich heftig. Alexi ist klar der Chef auf der Bühne und wusste auch an dem

Abend das gut gefüllte Z7 zum Beben zu bringen und mit seinem Spiel zu

begeistern. Songs wie „Hatecrew Deathroll“ reihten sich an Tracks der neuen

Scheibe „I Worship Chaos“. Somit gab es ein fetter Auftritt der die Stimmung hochtrieb und für die NWOBHM Legenden den Weg bereitete.ca. 21.20 Uhr gingen die Lichter abermals aus und dann war

der Moment gekommen. Biff and Crew come, rocks and win. Es war ein Siegeszug

des traditionellen Heavy Metal. SAXON wissen was ihre Fans wollen. Mit dem Namensgeber des neuen Albums „Battering Ram“ stiegen sie volle Kanne in das Set ein um danach quer durch die Jahrzehnte

ihres Bestehens zu pendeln. „Queen Of Hearts“ reihte sich an „Battalions Of

Steel“ um dann den Opfern von Paris zu Gedenken mit dem Song „Broken Heroes“. Metal

mit bester Laune und absolut solid dargeboten. Die Action auf der Bühne, speziell

das Küken (49) im Bunde Nibbs wirbelte über die Bretter als wäre er noch 20,

aber auch Biff zeigte sich in gewohnter Manier. Schüttelte sein Haar und

erfreute sich der Reaktionen des Publikums. Der Band sieht man immer noch an das sie

lieben was sie tun und immer noch mit Freude den Metal zelebrieren. Ein

gemischter schweisstreibender Abend ging dann gefühlt viel zu schnell zu Ende.Auch

wenn die Stimmbänder schon langsam angeschlagen waren. Long Live Heavy Metal.

L‘Usine, Genf, 19.11.15

Der langersehnte Regen zeichnete sich ab an diesem Donnerstagabend. Mit internationaler

Begleitung (Schweden, Brasilien) machte ich mich auf den Weg in Richtung Genéve

um der unheiligen Messe von Papa Emeritus III und seinen Nameless Ghouls zu

lauschen. Aber um 20.30 Uhr hiess es erstmal Licht aus, Nebelmaschine an und

DEAD SOUL aus Schweden kamen auf die Bühne. Sie bestehen aus 2 Keyboards, 2

Gitarren und einem Sänger. Kein Bass, Kein Drum??? Schwere Melancholie machte

sich breit. Die Jungs feierten ihre Musik selber ab. Sie rockten wild und der

Sänger gab seine melodischen Vocals gekonnt zum Besten. Mich konnten sie mit

ihrer Elektronik Mucke und der trägen Melancholie ganz und gar nicht

überzeugen, aber ein Grossteil des zahlreichen Publikums ging gut mit den 3

mit. Nach einer halben Stunde war Schicht im Schacht und die Stage wurde für

die Messe hergerichtet, inkl. Räucherstäbchen. Dazu gab es schon Messe ähnliche

Klänge ab Band bis die Ghouls in ihren Masken die Stage enterten. Kurz danach

erschien auch Papa Emeritus III zwischen Schlagzeug und Keyboard. Ab sofort gab

es in der Usine kein Halten mehr. Die Band wurde abgefeiert. Die Hände reckten

gen Hallendecke und die Stücke wurden lautstark mitgesungen solche Chöre findet

man in keiner christlichen Kirche. Die Stimmung wie auch die Temperatur stiegen

unaufhaltsam in Richtung Siedepunkt. Die Band, insbesondere der Hohepriester,

verfügt über unheimlich viel Charisma. Die Band weiss einen Auftritt zu zelebrieren

und Inszenieren. Nonne, Kerzenständer, Weihrauch und eine perfekte Performance

umrahmt von super Lightshow. In der zweiten Hälfte wurde es Papa wohl zu warm

und er entledigte sich seiner Robe und dem Hut. Aber das tat der Ausstrahlung

keinen Abbruch. Die okkulte Messe war einfach sensationell und mitreissend.

Egal ob mit oder ohne Strom sie begeisterten auf ganzer Front. Die Meute liess

die Band nicht einfach gehen sie kamen immer wieder zurück und am Schluss war 1

¾ Std. Spielzeit voll. Und die zufriedenen durchgeschwitzten Fans wurden in die

regennasse Nacht entlassen.

Z7, Pratteln, 1.11.15

Die LUCKY BASTARDS standen auf keinem Plakat. Die technisch fitten Jungs waren als erstes an der Reihe die zahlreichen Zuschauer an diesem Sonntag auf Betriebstemperatur zu bringen. Es gelang ihnen

nur bedingt was sicher auch daran lag das ihr Sound, zwar sauber gespielt und

leicht progig war aber nicht locker ins Gehör rutschte, und alle nur auf den

Headliner warteten. Sie erhielten den verdienten Applaus. Nach einer kurzen

Umbaupause war dann der offizielle Support Act an der Reihe. Die deutschen REBELLIOUS SPIRIT legten sich volle Kanne ins Zeug. Ihr melodischer Hard Rock mit deutlicher 80er Prägung ging wohl den

meisten schon etwas einfacher in die Lauschlappen. Aber so schnell liess sich

das Publikum doch nicht aus der Ruhe bringen. Die Versuche mit dem Publikum zu

interagieren und selbiges zum Mitsingen zu animieren scheiterten kläglich. Aber

sie liessen sich auch nicht von einem defekten Bass Drum Pedal aus der Ruhe

bringen und zockten voller Spielfreude ihren Set durch. Um 21.45 Uhr war es

dann endlich soweit. Die Lichter gingen aus und Blackie und seine spielfreudige

Mannschaft von W.A.S.P. enterten im Sprint die Stage. Die

Band stieg gleich mit einem Medley aus On Your Knees, Inside The Electric

Circus und The Real Me in den Set ein. Ab der ersten Sekunde wurden sie

abgefeiert. Die Songs wurden lautstark mitgesungen und Blackie und Co zeigten

sich sehr agil und bester Laune. Auf den Videoleinwänden liefen die Original

Videos der Songs. Der Set enthielt gerade mal 3 Songs ab dem neusten OUTPUT. Da

waren LAST RUNAWAY, GOLGATHA und MISS YOU (welches eigentlich 1992 auf dem

Crimson Idol Album angedacht gewesen wäre) der Rest bis um 23 Uhr bestand aus

Klassikern. Blackie weiss was die Fans wollen. Mir fehlte BLIND IN TEXAS aber

ansonsten gab’s nichts zu kritisieren. Ein Siegeszug sondergleichen der viele

junge Acts auf die Ränge verwies.

Tracklist:

Intro, Medley (On Your Knees, Inside The Electric Circus, The Real Me), L.O.V.E.

Machine, Last Runaway, Crazy, Arena Of Pleasure, Miss You, Hellion/I Don’t Need

No Doctor, Golgatha, Chainsaw Charlie (Murders In The Rue Morgue), Wild Child,

I Wanna Be Somebody

Z7, Pratteln, 13.10.15

An diesem recht kühlen Dienstagabend gastierten die Musiker um Jeff Waters mit

ihrer EUROPE IN THE BLOOD Gastspielreise in Pratteln. 19.40 Uhr hiess es dann

Thrash It Up und die Youngsters von HARLOTT

aus Melbourne (Aus) enterten bestens gelaunt die Stage. Die Band knallte eine

halbe Stunde ohne viele Worte ihr Old School Thrash Brett in die eher mau

gefüllte Halle. Mit dem Spass und der Energie die sie an den Tag legten konnten sie die Zuschauer für sich

begeistern. Spielerisch waren die Jungs auf Top Niveau, man hörte fast permanent SACRED REICH oder auch SLAYER bei ihren Songs raus aber ohne als Kopie zu wirken. Ein perfekter Opener welcher

ruhig etwas mehr Spielzeit hätte haben können. Die nächsten welche das Anheizen

übernahmen waren die Jungs aus sunny California welche auf den Namen ARCHER hörten. Das Trio schlug

musikalisch eher in die Heavy Metal Ecke als in den Thrash/Speed Bereich. Mit

ordentlichem Druck und der nötigen Energie versuchten sie das Level zu halten.

Sie konnten schon ordentlich rocken und erhielten den Applaus aber alles in

allem konnte ihre Darbietung bis auf das Megadeth Cover nicht wirklich

einheizen. Ich habe ANNIHILATOR zum letzten Mal als Vorband auf der Painkiller Tour von JUDAS PRIEST in Luzern

gesehen. Dem entsprechend freute ich mich drauf dass es 21.40 Uhr war, das

Licht aus ging und das Intro „SCORPIONS Rock You Like A Hurricane“ erklang. Die

ca. 300/400 Zuschauer die sich eingefunden hatten freuten sich volle Kanne als

Jeff und seine Crew die Bühne enterten und mit breitem Grinsen ihre technisch

auf oberstem Niveau angesiedelte Action präsentierten. Sie drückten wirklich

gut nach vorne aber die Songauswahl war mir viel zu ruhig und „balladesk“. Das

merkte man der Stimmung im Saal auch gut an, bei den Klassikern der Marke

WELCOME TO YOUR DEATH oder ALICE IN HELL ging die Meute steil aber ansonsten war einfach geniessen der Jeff Waters Ego Show angesagt. Auch das ewige hinter die Bühne verschwinden nach 2

Songs nervte immer mehr. Es war eine recht durchwachsene und nicht so

überzeugende Darbietung des Headliners welche einen faden Nachgeschmack

hinterliess obwohl auf der Können Seite natürlich alles in trockenen Tüchern

war. Die Jungs konnten einfach nicht wirklich was reissen. Das war sehr schade.

 

Rückblick

Das war mal wieder ein geniales Fest welches leider schon wieder Geschichte ist.

Das ROCK IT in Utzenstorf hat am vergangenen Wochenende

seinem Namen alle Ehre gemacht. Es hat gerockt. Der Acker in Utzenstorf bebt wohl heute noch nach.

Guns ‚n‘ Roses, Saxon, Def Leppard, Bon Jovi, W.A.S.P. und AC/DC was haben diese Acts gemeinsam? Auf den ersten Blick nur ihren guten, legendären, Ruf in der Hard Rock Metal Szene.

Ihnen allen wurde letztes Wochenende, in Utzenstorf, Tribut gezollt. RECKLESS ROSES waren die ersten am Start. Sie waren nicht nur optisch ihren Vorbildern sehr nahe sondern auch Spieltechnisch gab es nichts zu beklagen. Die Jungspunde verstehen ihr Handwerk und konnten die doch schon recht gute Anzahl Zuschauer am Freitagabend

anheizen. Als weiteres war dann die NWOBHM Legende Saxon, von CRUSADER dargeboten, an der Reihe. Auch

diese, doch etwas älteren Herrschaften konnten das Zelt für sich gewinnen. Auch

wenn ich finde das die Setlist nicht ganz optimal war und ich mich auch fragte

ob eine Coverband wirklich ein Drumsolo zum Besten geben muss. Aber das ist nur

die Meinung des Schreiberlings dieser Zeilen. Sie schafften es die Stimmung

oben zu halten und bereit für den letzten Act zu machen. Aus dem Land der Pasta

und Pizza kamen die Jungs welche sich den britischen tauben Leoparden, Def

Leppard, verschrieben haben. LOVE BITE bissen zwar etwas zahmer als

ihre Vorgänger aber mit ordentlich Spass und einer super Setlist zu. Mit ihnen

ging der erste Abend leider auch schon dem Ende zu. Wer noch nicht genug hatte

konnte sich an den 3 Bars noch den Durst löschen und der gut gewählten Mucke

des DJs hingeben.

Tag 2 startete Livehaftig auch wieder um 19.45 Uhr mit den schmucken Jungs von NEW JERSEY.

Der Name verrät es ja schon. Hier handelt es sich um eine Bon Jovi Tribut

Combo. Die Band war natürlich für das weibliche Publikum einer der Highlights.

Auch die Bar Crew um das Mutter/Tochter Gespann feierte die Jungs ab als gäbe

es kein Morgen. Pfeifen, Singen, Tanzen sie gaben einfach Vollgas wie die

meisten im Publikum. Die Italiener schafften es auch die Zuschauer immer näher

zum Bühnenrand zu holen was der Stimmung durchaus dienlich war. Danach war es

an der Zeit sich von den Wespen W.E.S.P. stechen zu lassen. Die Band zündete ein Feuerwerk an Hits aus über 30 Jahren Blackie Lawless resp. W.A.S.P. es war für mich das absolute Highlight des

Weekends. Die Jungs konnten die Temperatur nochmals steigen lassen. Sie zocken

mit unheimlicher Spielfreude. Der Finale Donnerschlag hatten dann die Musiker

um Mitorganisator Res und DC/AC. Als Lokalmatadore hatten sie es einfach die Stimmung für sich zu übernehmen. Sie stampften alles in Grund und Boden und holten die letzten Reserven aus dem

Publikum heraus. Welches nochmals alles gab. Die Stimmbänder und Nackenmuskeln

wurden ein letztes Mal zum Glühen gebracht.

Auch an dem Abend konnte man sich noch einen Platz an der Bar ergattern und bei guten Getränken die Kraftreserven für den Heimweg wieder aufbauen.

Der ganze Event war einfach ein Rundum Sorglos Paket der Güteklasse A.

Auch die feste Nahrung war nicht zu verachten, ich für mich kann einfach das Chili Con Carne speziell hervorheben,

In dem Sinne möchte ich den Organisatoren und Zahlreichen Helfern mein Lob und Dank aussprechen.

Es war der HAMMER.

Ich hoffe dass dieser Event zur jährlichen Konstante im Veranstaltungskalender von Utzenstorf wird.

Freitag 04.09.15

RECKLESS ROSES (Guns ‚N‘ Roses Tribute) 19.30 Uhr

LOVE BITES (Def Leppard Tribute) 21.30 Uhr

CRUSADER (Saxon Tribute) 23.30 Uhr

Samstag 05.09.15

NEW JERSEY (Bon Jovi Tribute) 19.30 Uhr

W.E.S.P. (W.A.S.P. Tribute) 21.30 Uhr

DC/AC (AC/DC Tribute) 23.30 Uhr

Der Preis pro Abend schlägt mit schlappen Fr. 20.- zu Buche.

So sieht das Programm aus welches die 4 Hard Rock Freunde Mischu, Lemy, Resu und

Stenser für die 2. Auflage des ROCK IT Utzenstorf zusammengestellt haben. Nach

der letztjährigen Premiere wurden die Rocker mit Lob und

Wiederholungsforderungen überschüttet. Somit war bald klar dass es eine weitere

Sause auf dem Utzenstorfer Acker geben wird.

 

Am ersten September Wochenende ist es soweit. 2 Abende voller 80er Hard Rock Tribute Bands.

Für die weiblichen Besucher sticht sicherlich NEW JERSEY raus, wobei auch die

tauben Leoparden LOVE BITES nicht zu vergessen sind, und die Männer werden bei

DC / AC oder auch CRUSADER ihre Matten zu schütteln wissen. Bei W.E.S.P. und

den RECKLESS ROSES werden alle volle Kanne Back to The 80ies gehen und

durchstarten.

Neben der Musik wird auch für das leibliche Wohl gesorgt. Leckeres für die Kauleisten

wird genauso geboten werden wie reichlich Flüssiges, in allen möglichen

Variationen, für die durstigen Kehlen.

Somit ist für jedes Rocker Herz gesorgt und die Party kann am Freitag starten. Der

Wettergott ist wohl auch Metal Fan und es scheint dass sich die Regentropfen

noch etwas in den Wolken wohlfühlen. In dem Sinn kann ich allen nur empfehlen

ihre Kutten aus dem Schrank zu holen und in Richtung Utzenstorf zu pilgern.

Stay Hard and Up The Irons!!!

 

 feat. ICE T.

Z7, Pratteln, 09.06.15

Nach so langer Abstinenz zeigten ICE-T und seine BODY COUNT mal wieder wo der Hammer

hängt. Das Z7 war praktisch ausverkauft. Als Anheizer fungierten die Solothurner

Crossover/Hardcorler MAD SOX. Mit ¼ stündiger Verspätung enterten sie die Stage

und gaben alles um die Meute auf Betriebstemperatur zu bringen. Das gelang ihnen

von Song zu Song besser. Sie knallten ohne viele Worte ihre 10 Songs starke

Setlist aus den Speakern man sah deutlich da sie recht stolz sind vor den

legendären BODY COUNT zu spielen. Nach gut 40 Minuten mussten sie das Feld

räumen. Nach der Umbaupause war es dann Zeit den Schauspieler (Law And Order)

und Rapper ICE T und seine Gang Mitglieder aus South Central L.A. willkommen zu

heissen. Die Jungs enterten die Bühne in echter Gang Manier mit Gesichtstücher

und Masken bewaffnet als wären sie auf dem Weg zur nächsten Schlacht. Eins war

ab erscheinen von ICE T auf der Bühne klar. Die Jungs sind eine Macht. Sie

Crossoverten alles in Schutt und Asche. Die Musiker agierten sehr tight und

hart aber immer mit einer Prise Humor. Die Zuschauer honorierten den Auftritt

mit Chören und gestreckten Fäusten. Es wurde jede Zeile mitgesungen somit war

eine fette Party garantiert. Trotz dem gemischten Publikum und der Angst des

Z7, es gab nur Getränke in Bechern und es waren so viele Security wie nie vor

Ort, war die Stimmung perfekt alle auf Partymodus und die Temperaturen stiegen

bedrohlich Richtung Siedepunkt. Die Band verstand es die Gang Credibility in

Musik zu verwandeln und damit einfach alle zu begeistern. Das war ein Drive By

Shoot in musikalischer Art welche einfach nur geil war. Nach „Copkiller“ war es

dann an der Zeit für den Break. „Born Dead“ startete den Zugaben Teil. Mit dem

epischen „Mother’s Gonna Die Tonight“ wurde der Sack zugemacht. BODY COUNT

feat. ICE T kann ich jedem wärmstens ans Herz legen Live zu schauen.

 

Z-7, Pratteln, 28.05.15

Um 19.15 Uhr, angekündigt war 19.30Uhr, enterten die Schweizer Youngsters von LOTRIFY die Stage. Man spürte ihre

Nervosität deutlich aber sie legten ohne zu zögern los und mörtelten ein

amtliches Brett mit Modern Touch. Es kann Fluch oder Segen sein vor so grossen

Namen eröffnen zu dürfen aber die Jungs wussten zu überzeugen und konnten doch

die immer zahlreicher werdenden Leute im Z-7 gut aufheizen.  Nach 30 Minuten war dann aber auch schon Schicht im Schacht und sie mussten das Feld räumen.

Um 20 Uhr gingen die Hallenlichter schon wieder aus und es war Zeit für die erste BAY

AREA Thrash Legende des Abends. EXODUS waren am Start. Sie konnten mit ihrem aktuellen Long Player BLOOD IN, BLOOD OUT und der damit verbundenen Rückkehr von Zetro am Mikro schon Topkritiken

einheimsen. Jetzt war es an der Zeit zu schauen ob sie es Live auch packen. Auch

wenn Gary Holt nicht an der Gitarre zu sehen war und das Licht für uns

Fotographen tragisch war, die Jungs knüppelten vom Feinsten. Ein Potpourri aus

ihrer 30 jährigen Karriere wurde mit unheimlicher Durchschlagskraft kredenzt.

Die Mannen standen selten still und die Fans im Publikum, das Z-7 war sehr gut

gefüllt schätzungsweise 1000 Leute, taten es ihnen gleich. Die Haare flogen,

die Fäuste gingen gen Hallen Decke und man sah die ersten Crowdsurfer. Nach

Bonded By Blood ging’s noch in den Toxic Waltz und der Pit rotierte heiss. Zum Finale nach knapp einer Stunde wurde von Zetro noch eine Wall Of Death verlangt und die Zuschauermenge trennte sich brav

in 2 Hälften um dann heftig aufeinander zu zu rennen.

Nach einer halbstündigen Umbaupause und der obligaten Segnung der Stage mit Räucherstäbchen welche dann

am Bühnenrand standen bis zum Schluss ging’s los. Der Headliner TESTAMENT aus Oakland enterte mit

breitem Grinsen die Bretter die die Welt bedeuten. Ab dem ersten Riff ging das Publikum steil und

die Temperatur stieg in Sauna Gefilde. Chuck Billy, Eric Petersen, Alex

Skolnick, Steve DiGiorgio und Gene Hoglan brannten ein Hitfeuerwerk

sondergleichen ab. Es ging einmal Quer durch ihre Geschichte. Bei den

Kaliforniern stimmte einfach alles. Bühnenaufbau, Licht, Spielfreude, Energie

und Durchschlagskraft. So muss Thrash Metal!!! Sie knallten Song um Song raus

und es wurde eine amtliche Thrash Metal Party gefeiert. Die Legenden bewiesen dass

sie nach wie vor als Massstab zu nehmen sind und immer noch Freude an ihrer

Arbeit und den Liveshows haben. Ich bin überzeugt dass der Seismograph um Basel

herum heftige Ausschläge zu verzeichnen hatte denn das Z-7 wurde in seinen

Grundmauern erschüttert. Nach 1 ¼ Std. war leider schon Schluss und die Mannen verliessen

unter tosenden Beifalls Bekundungen die Bühne. Das war ein Thrash Metal Abend

der seinesgleichen sucht. Die Legenden EXODUS und TESTAMENT zeigten sich von

der besten und brutalsten Seite.

Z7, Pratteln, 16.04.15

Der Donnerstagabend wird mir noch lange in guter Erinnerung bleiben. Da fand eines

meiner persönlichen Konzerthighlights der ersten Hälfte des 2015 statt. Die

legendären SATYRICON waren im Z7 zu Gast. Durch die Tatsache das der Beginn auf

20 Uhr veröffentlicht wurde, und ich um 19.45 auf Platz war, die erste Band OSLO FAENSKAP aber schon um 19.30 auf die Bühne ging kann ich nicht viel zu den Finnen sagen. Sie mörtelten

ordentlich mit ihrem modernen Extrem Metal. Was auch sofort ins Auge stach war

die Tatsache dass die Jungs wohl den gleichen Friseur haben (Anmerkung des

Schreibers).

Die zweiten die dann die Bühne einnahmen waren die Norweger von VREDEHAMMER. Diese Band war mir vorher unbekannt aber ab den ersten Akkorden haben sie mich und auch die Zuschauer

(400 insgesamt) sofort von sich überzeugt. Die Schwarzheimer gingen sehr kalt und

regungslos zur Sache. Aber den Spass am Spielen sah man ihnen gut an. Die Normänner

konnten volle Kanne überzeugen. Vernichtende Songkompositionen die mit guter

Power dargeboten wurden. Nach 30 Minuten mussten sie leider das Feld räumen für

den Headliner.

SATYRICON stiegen schon um 21.15 auf die Bühne. Sehr früh für einen Hauptact. Aber anhand der 2

Stunden die sie nonstop durchzocken sollten gerechtfertigt. Zuerst kamen die

Mitmusiker bevor die Stars der norwegischen Avantgarde Black Metal Szene SATYR

und FROST, fast unsichtbar hinter seinem erhöhten riesen Drum, auf den Brettern

erschienen. Die Setlist, siehe unten, liess keine Wünsche offen. Eine Reise

quer durch die History. Zuerst wirkte Satyr sehr arrogant und unnahbar aber das

änderte sich zusehends. Die Band wurde abgefeiert. Die Pommes Gabeln und Fäuste

wurden gen Hallendecke gestreckt, die Kehlen sangen lauthals mit und vereinzelt

flogen die Haare. Aber vielen ging es mehr um den Moment zu geniessen und

staunen. Mit ihren sehr Facettenreichen Tracks rissen sie jeden einfach mit.

Mal sphärisch dann wieder Ultra vernichtend. Satyr zelebrierte die schwarze

Messe perfekt. Das Drum und der Mikro Ständer waren mit Hörner sprich „Vereiserten“

Schlangen Körpern versehen was optisch echt gut kam. SATYRICON bewiesen mit

einer Leichtigkeit das es kein Corpsepaint oder irgendwelches Blut und Kadaver

braucht um zu siegen. Charisma, Erhabenheit in Musik und Auftreten dazu

mächtige Songkompositionen das ist es was ein perfekter Auftritt haben muss.

Wie schon erwähnt war nach 2 Stunden mit dem Hit K.I.N.G. leider Schichtende

angesagt. Aber der hinterste verliess das Z7 mit vollster Befriedigung. Das war

ein Black Metal Abend der Extraklasse. Hail SATYRICON.

Setlist:

ACT I

Voice Of Shadows

The Rite Of Our Cross

Now, Diabolical

Black Crow On A Tombstone

Filthgrinder

ACT II

The Dawn Of A New Age

Ageless Northern Spirit

Walk The Path Of Sorrow

A New Enemy

Die By My Hand

Infinity Of Time And Space

ACT III

The Pentagram Burns

The Wolfpack

Jam

With Ravenous Hunger

Mother North

ACT

IV

Fuel For Hatred

K.I.N.G.

 

11.04.2015, Z7, Pratteln

Dieser Samstag Abend stand ganz im Zeichen des Symphonic/Klassik Metals. Als Support von Haggard waren 3 Truppen aus unserem südlichen Nachbarland am Start. Was auch auffallend zu anderen Konzertanlässen war die Tatsache das jeder Act zahlreich an Mitglieder war.

Die ersten welche die Bühne enterten waren die Symphonic Metaller von ARCANA OPERA (5 Mann und 1 Frau). Solider kräftiger Bombast Symphonic Metal ist ihre Spielwiese. Sie boten einen guten Auftritt, gerade der Sänger konnte mit seiner variablen Stimme durchaus überzeugen. Leider waren noch nicht sehr viele Leute anwesend um eine ordentliche Stimmung zu erzeugen. Ein durchaus guter Start in den Abend

.Die nächsten im Bunde waren AEVUM welche sehr theatralisch an den Start gingen. Die Stilrichtung blieb die selbe aber sie legten grossen Wert auf das Gut und Böse Spiel. Die Frau am Mikro mit ihrer hohen klassischen Stimme und der grimmig blickende Meister mit seiner metallisch bis growligen Voice gaben sich die Parts gekonnt hin und her. Manchmal hatte man das Gefühl einem Musical beizuwohnen. Beim einen Song kam eine Braut auf die Bühne die zwischen den Musiker umhertanzte und zum Finale erblickte man einen Mönch der die Messe las zur Mucke der Italos. Die Fans in den ersten Reihen waren etwas aufgewärmt und gingen dann gut mit.

Mit SOUND STORM war dann schon der letzte Opening Act an der Reihe. Die Jungs fielen leicht aus dem Rahmen. Sie boten amtlichen Power Metal italienischer Couleur. Rhapsody Of Fire blitzten einem in den Gehörgängen auf. Die Jungs legten flott los und heizten die Zuschauer ordentlich auf. Der Sänger hat seine Stimmbänder perfekt geölt und konnte kräftig wie auch sehr melodisch shouten. Auch der Rest der Musiker bewies ihr Talent gerade bei den beiden Gitarristen machte es Spass zu schauen und lauschen. Ihr Wechselspiel und Duelle kamen richtig fett. Schade hatte es einfach den Ganzen Abend über eher wenige Zuschauer. Aber die Anwesenden gingen sehr gut mit. Somit war der Boden gelegt und die Meute heiss auf den Headliner.

Das Klassik Metal Ensemble um Asis Nasseris war an der Reihe. HAGGARD kamen, sahen und siegten auf der ganzen Länge. Auf dieser Tour waren sie in bescheidener Anzahl unterwegs. Nur gerademal 10 Personen standen auf den Brettern die die Welt bedeuten. Aber es wurde einem alles geboten was es für den perfekten HAGGARD Sound braucht. Nichts ab Band, was Asis auch betonte, Sänger und Sängerinnen mit ausgebildeten Klassik Stimmen. Cello, Viola, Violine, Tasteninstrument, E Gitarre, Bass, Drum alles wurde zu einem absolut fetten Sound gemischt. Die Band brachte eine gut gemischte Setlist mit die ihre fast 20 jährige Karriere durchleuchtete. Natürlich durften Hits wie The FINAL VICTORY oder als Finale nach 2 Stunden AWAKENING THE CENTURY, welches Asis der Liebe seines Lebens seiner Frau widmete, nicht fehlen. Die spärlichen Zuschauer, ich schätze mal 300-400, feierten die Formation ab und zollten ihnen Tribut und Respekt. Trotz aller Perfektion spürte und sah man den Musikern die Freude am spielen deutlich an. Beim Song HERR MANNELIG verliess Asis und Gitarrist Claudio die Bühne. Wer dachte das sie sich eine Verschnaufpause gönnen war schief gewickelt. Claudio tauchte plötzlich beim Mischpult auf und spielte von dort und Asis spazierte ganz gemütlich durch die Zuschauer mit der Klampfe um den Hals. Sowas sieht man selten und zeigt die Fannähe der Musiker. Nach 2 Stunden, wie schon oben beschrieben, war Schluss und die Band verliess die Stage, nicht ohne auf das kommende Album hinzuweisen und das Versprechen abzugeben dann wieder zu kommen um eine weitere Party zu feiern. Ein wahrhaft genialer Metal Abend ging zu Ende und die Fans wurden zufrieden in die Nacht entlassen. HAGGARD hatten mal wieder ihr können bewiesen.

Kofmehl,

Solothurn, 09.04.15

An diesem sonnigen April Abend waren die 3 Musiker der UK Punk Legende THE TOY

DOLLS im rostigen Würfel in Solothurn zu Gast. Aber schön der Reihe nach. Als

Anheizer standen pünktlich um 20 Uhr die Berner von THE STRAPONES auf den Brettern. Die Jungs schredderten und schrammelten gleich los. Ihre 1000 fach schon gehörten Punk Rock Songs rockten

zwar nach vorne aber konnten nicht wirklich was reissen, Auch das Publikum

blieb sehr verhalten etwas Applaus und 2 Leute die am Bühnenrand mitfeierten

das war’s. Der Sänger zappelte nervös auf der Bühne rum als wäre er auf Speed.

Aber alles half nichts sie konnten keineswegs überzeugen die meisten waren froh

das nach 35 Min Schluss war und die Stage für die Punk Helden umgebaut werden

konnte. Mit 5 minütiger Verspätung enterten die 3 Funpunker die Stage. Mit

lustigen Anzügen und Sonnenbrillen in allen Farben bewaffnet wie man es von

ihnen gewohnt ist. THE TOY DOLLS das war der Act wo alle drauf warteten und sofort steil gingen. Der Pogo Pit war

wild die Stimmung heiss und alle auf Party getrimmt. Hüpfen, Pogen, Singen das

waren die Sachen die für die nächsten 75 Minuten zu tun waren. Vor und auf der

Bühne merkte man den Spass der jeder einzelne hatte. Der Band sieht man auch nach

35 Jahren, sie befinden sich auf der Jubiläumstour, an das sie absoluten Fun

daran haben was sie tun. Die Band überzeugte mit einer Hammer Setlist die aus

lauter Hits bestand. Auch ihre Bühnenshow ist einfach nur zum Schreien gewesen.

Durch die „aufwendigen“ Choreographien und das hin und her rennen wurde den

Fans auch was fürs Auge geboten.Als Finale gab’s dann Konfetti und schwarze

Ballone von der Hallendecke. Es war ein Siegeszug und zeigte deutlich: „Fun“

Punk’s Not Dead!!!. Purer Spass und Spielfreude dazu ein Publikum das steil

ging. Das ist Konzertfreude in Reinform.

In dem Sinn DIG THAT GROOVE, BABY.

Z-7 Pratteln, 30.03.2015

Der zweitletzte Tag im Monat März stand ganz im Sinne des Stahls. Als erste durften die Metaller von GARAGEDAYS ran. Die Band mühte sich redlich ab und versuchte auch öfters mit dem Publikum in Kontakt zu treten. Aber dieses liess sich nicht so recht motivieren. Die Band verstand es ihre Instrumente zu bedienen aber mit ihren sehr schweren Songs die hin und wieder auch eher ins Dröhnen abrutschten konnten sie nicht mitreissen sondern eher einlullen. Ob man als erster Opener des Abends eine Ballade spielen sollte sei dahin gestellt. Auch wenn selbige wirklich stark klang. Die Jungs sind keine schlechte Band aber es passte einfach nicht ins Gehör der Anwesenden Fans. Somit fällt das Fazit eher bescheiden aus. Aber beim nächsten Act sollte sich das schlagartig ändern.

SISTER SIN die Female Fronted Götheborg Metaller waren am Start. Die Sängerin war natürlich für das männliche Publikum eine Augenweide. Aber nicht nur das überzeugte. Sie wie auch der Rest der Band war bereit um die Temperatur auf Betriebsniveau zu heben. Spielfreude, Energie und Sexappeal kam von der Stage her. Das Z 7 ging schon recht steil. Die Band jagte ihren kraftvollen Sound aus den Boxen. Man sah ihnen die gute Laune und den Spass am Spielen an. Das war ein Opener nach Mass. Die 40 Minuten Spielzeit waren zu kurz. Die Zuschauer waren heiss um den Godfather des Teutonic Metals U.D.O. zu empfangen. Die Boxen wie auch das Backdrop waren von Tarnnetzen überzogen. Nach dem Beastie Boys „You Gotta Fight for your Right to Party" Intro und einer kurzen Ansprache mit dem ungefähren Wortlaut: The Tank Is Back enterte Udo Dirckschneider, gewohnt im Tarnanzug, mit seinen Mannen die Bühne. Wie erwartet wurden sie begeistert empfangen und die Metal Party konnte steigen. Der Mann rockte mit seinen fast 63 Jahren die Menge genauso wie vor 40 Jahren. Auch die mind. Halb so alte Band gab alles. Da wurde Können und Leidenschaft mit viel Spass und diversen Spässchen gezeigt. Der Meister ist auf Tour zu seinem neuen Album DECADENT aber er weiss dass die Fans auch das ältere Futter hören wollen. Nach 9 Songs des Sets gab er einen „Slow" Teil zum Besten. Für TEARS OF A CLOWN und SECRETS IN PARADISE kamen sogar Akustik Klampfen zum Einsatz. Der ruhige Teil zog sich über 8 Songs die sich stetig steigerten um mit METAL MACHINE und METAL EATER wieder ganz im stampfenden Heavy Metal deutscher Couleur anzukommen und den Zugaben Teil einzuläuten. Der Stand unter der ACCEPT Flagge mit den legendären Krachern: BREAK THE RULE, PRINCESS OF THE DAWN, I’M A REBEL, FAST AS A SHARK und zu guter Letzt BALLS TO THE WALLS. Was vorher schon prima klappte war dann mit diesen Songs auf seinem Höhepunkt. Die Meute sang und feierte mit U.D.O. mit und gab nochmals alles. Der German Tank hatte sichtlich Spass und zeigte sich mit breitem Grinsen. Nach 2 Stunden war dann Schicht im Schacht und die Stahl Fans wurden zufrieden in die Nacht entlassen. Udo hat mal wieder bewiesen dass er nach wie vor die Marschrichtung und das Level angibt im deutschen Heavy Metal.

18.11.2014 -

MORBID ANGEL, SLAUGHTERRA, SOULDRINKER

Z7 Pratteln, 16. November 2014

Mit deutlicher Verspätung von einer ¾-Stunde, ob sie auf mehr Zuschauer gewartet haben weiss man nicht so genau, enterten die Youngsters von SLAUGHTERRA die Bretter, die die Welt bedeuten. Vor spärlicher Kulisse, davon liessen sie sich nicht beirren, mörtelten sie sich in die Gehörgänge. Die Band konnte mit ihrem fetten Todesblei volle Kanne überzeugen. Etliche Köpfe wurden geschüttelt. Die Band hatte ihre Fan Base dabei und wurde entsprechend gefeiert. Die Deutschen waren der perfekte Opener dieses Hartwurzel Abend. Spielfreude gepaart mit Energie und interessanten Songs für eine halbe Stunde, prima Sache.

Als sie das Feld räumten wurde in kurzer Zeit die Stage umgebaut und die Jungs und Mädels von SOULDRINKER waren an der Reihe, um den immer noch nicht all zu zahlreichen Fans ihre Riffs um die Ohren zu hauen. Die Band um Sängerin Iris und Neuzugang am Tieftöner Joey (ExSheezoo) waren natürlich auch fürs Auge ein Leckerbissen. Musikalisch gab’s guten Metal mit weiblichen Clean Vocals. Solide ballerten sie tight und fett. Sie fielen vom Stil her etwas aus der Rolle, was mir aber sehr gut zusagte. Auch das Posing und die ganze Bühnenpräsenz ist bei den Deutschen professionell. Leider konnten sie die Stimmung nicht gross hochheben; trotz aller Bemühungen, die Leute zum Mitsingen und Abfeiern zu bewegen. Nichts destotrotz fand ich sie gelungen, um vor den Florida Death Metallern zu rocken.

Die Legende aus dem Sonnenstaat ist auf Tour, um das 20jährige Wiegenfest ihres Klassikers COVENANT, eigentlich hätte ihr Debüt ALTARS OF MADNESS auch dieses Jahr Jubiläum (25 Jahre), zu begehen. Sie versprachen das Album als Ganzes zu zocken und dann das Set mit Klassikern zu garnieren. Das war auch tatsächlich so. Sie boten anschliessend einen bunten Strauss durch ihren Backkatalog. Trey, Tim, Destructhor und David, auch bekannt unter dem Namen MORBID ANGEL, hauten Song um Song raus. Wenig Worte dafür mehr Musik.

Was mich ein bisschen gestört hat, war die Tatsache, dass sie nach jeweils zwei Tracks wieder hinter die Banner verschwanden und es ein bisschen Mucke ab Band gab in der Zwischenzeit. Die Band ist seit jeher bekannt für brutalste Vernichtung und absolut genialem technischem Spiel. Trey und Destructhor hauten ihre Riffs und Solis mit unheimlicher Brutalität in die Lauscher der Fans. Tim hinter der Kesselbude kann ich nur als Tier bezeichnen. Der Mann bedient die Küche ohne mit der Wimper zu zucken mit wahnsinniger Geschwindigkeit und Durchschlagskraft. Dazu stand in der Mitte der Bühne David Vincent mit seinem Tieftöner um den Hals und konnte mit seinem Auftreten alleine schon punkten. Gut gelaunt und doch ernst gaben die Musiker alles. Auch wenn die Stimmung, trotz der genialen Songs, nicht wirklich hoch ging fand ich den Gig absolut Hammer das ehrwürdige Z7 wurde mal wieder in seinen Grundmauern erschüttert.

 

24.11.2014 -

SAXON, HALCYON WAY, SKID ROW

Z7 Pratteln 19. November 2014


Die NWOBHM Legende um Sänger Biff Byford könnte man als eine der meist tourenden Bands der Erdkugel bezeichnen. Die sind Non Stop unterwegs. Momentan befinden sie sich auf ihrer Warriors Of The Road, 38 Gigs umfassenden, Europa Tour. Im Zuge dessen machten sie am Mittwoch, 19. November 2014 auch halt im ehrwürdigen Z7. Aber alles schön der Reihe nach.

Als erstes stiegen ¼ Stunden vor offiziellem Konzertbeginn die US Rocker von HALCYON WAY auf die Stage. Die Jungs wissen was ein fetter Opener zu tun hat damit die Temperaturanzeige auf Betriebsniveau steigt. Ohne zu zögern rockten sie das gut gefüllte Z7. Sehr druckvoll zeigten die Amis dass sie seit dem letzten Besuch nichts verlernt haben. Ihr Sound bietet eine Mischung aus Power Metal mit Prog Elementen und cleanen Vocals, die hin und wieder von gutturalem Schreien zersägt werden. Stimmlich sind neben dem Sänger auch noch der Mann am Tieftöner (guttural) und der Iro schwingende Axe Man dafür verantwortlich. Die Band steckte mit ihrer Spielfreude die Zuschauer an und zog sie subito auf ihre Seite. Die Halle war ready to Rock.

Das liessen sich die New Jersey Rocker von SKID ROW nicht zweimal sagen und stiegen nach dem kurzen Umbau in ihr Set ein. Die Band legte nach dem „Blitzkrieg Bop“ (Ramones) Intro ohne Umschweife los. Ihr Set enthielt etliche Songs der ersten Ära (damals noch mit Sebastian Bach am Mikro) wie „18 And Life“, „Piece Of Me“ oder zum Finale „Youth Gone Wild“ aber auch ein paar der neusten Scheiblette. Die Band wurde von den Zuschauern erwartet und abgefeiert. Das war ein wahre Metal Party. Fäuste wurden gegen die Bühne gereckt, Haare flogen und die Stücke wurden lautstark mitgesungen. Die Band zeigte sich sehr spielfreudig und interagierte mit den Fans.

Somit war schnell klar die Meute war Start klar und heiss für den Eagle aus Grossbritannien. SAXON spielten eine Setlist welche die ganzen 35 Jahre seit dem ersten Release umspannte. Die Show wurde mit dem AC/DC Klassiker „It’s A Long Way To The Top“  als Intro eingeläutet. Danach hörte man Motorrad Geräusche ab Band und der Auftritt nahm mit „Motorcycle Man“ seinen Lauf. Biff und seine Mannen sind einfach ein Garant für fette Liveshows. So auch an besagtem Mittwoch. Die Musiker sprühten vor Spielfreude und Spass man merkte ihnen an das sie immer noch lieben was sie tun.

Über „Power And Glory“, „Strong Arm Of The Law“ und „747 (Strangers In The Night)“ und bis hin zu „Princess Of The Night“ gaben sie der Meute was ihr Heavy Metal Herz begehrte. Diese feierte die Legende ab. Haare flogen und Metal-Horns wurden gegen die Hallendecke gestreckt. Dass die Songs allesamt lautstark mitgesungen wurden ist sowieso klar. Sänger Biff ist für mich ein Phänomen. Er stand das ganze Konzert lang in seinem Mantel auf der Bühne und bangte was das Zeug hielt als wäre er 30 Jahre jünger.

Mit der „Prinzessin der Nacht“ wurde das reguläre Set zu Ende geführt. Nachdem sie von SAXON Sprechchören zurückgeholt wurden war es an der Zeit für „Wheels Of Steel“ in dem die Fans zum Sing along eingeladen wurden und gut mitmachten. Und als endgültiges Finale stimmten die Legenden dann ihren Überhit „Denim And Leather“ an. Somit wurde ein absolut perfekter Schwermetall Abend zu Ende gebracht der keine Wünsche offen liess.

 

STEEL PANTHER

CH-Solothurn/ Kofmehl/ 18.06.2014

china

Pünktlich um 20.00 Uhr gingen die Lichter im sehr gut gefüllten Kofmehl aus und die unasiatisch wirkenden Schweizer 80er Hard Rock Helden von CHINA enterten die Bühne. Sie liessen sich auch nicht von dem sehr reduzierten Platz on Stage einschüchtern und legten ohne zu zögern mit viel Spass los. Die Leute im Zuschauerraum stiegen sofort mit ein und feierten mit der Band. Mit solchen Hard Rock Perlen wie „Rock City“ oder auch „In The Middle Of The Night“ hatten sie die Leute voll auf ihrer Seite und es wurde mitgesungen und getanzt, dass es einem gleich mitriss. So schafften es Eric St. Michaels, Claudio Matteo und Co. locker die Fans auf Betriebstemperatur für die Amis von STEEL PANTHER zu bringen.

steel panther

Nach einer guten ¾ Std. Umbaupause, inkl. Schminkspiegel und Beauty Utensilien auf der Bühne für Basser Lexxi Foxxx, war der grosse Moment gekommen. Die Jungs aus Hollywood sind das Beste, was es an Glam Metal momentan gibt. Sie Parodieren POISON’s oder auch MöTLEY CRüE’s Glanzzeiten als wären sie selber dabei gewesen. Posing in Perfektion und mit Songs von 3 Alben im Gepäck rockten sie die Bühne. Spass, Glam, Sex und Metal. Mit Songs der Marke „Asian Hooker“, „Turn Out The Lights“  oder auch „Girl From Oklahoma“ und „Death To All But Metal“ und dem neuen Hit „Gloryhole“ konnte nichts schief gehen. Die Band wurde nach allen Regeln der Kunst abgefeiert. Ganz zu Beginn der Show war in der ersten Reihe eine Frau, die extra eine Schachtel Pralinen mitgenommen hat um sie Michael Starr zu überreichen und ihn von ihren „körperlichen“ Vorzügen durch herunterziehen des T-Shirt Ausschnitts zu überzeugen. Die Reaktion auf beides war eher belustigt.  Auch das Gequatsche während

steel panther

der Songs war absolut amüsant. Es gab nur ein Thema: SEX in allen Varianten. Sie betonten auch öfter, dass sie mehr Groupies als Mötley Crüe oder Van Halen auf der Haben Seite ihres Kontos verbuchen können. Während Sänger Michael Starr und Gitarrist Satchel die versautesten Zoten zum Besten gaben schminkte sich Lexxi oder versuchte seine Perücke in Form zu halten durch den Einsatz von viel Hairspray.  Sie holten sich zuerst zwei Ladys auf die Bühne und schauten, ob sie auch schlucken konnten, indem sie die beiden im „auf Ex“ trinken gegen einander antreten liessen. Für den Track „17 Girls In A Row“ luden sie immer mehr Chicks auf die Bühne, die sich dann mehr oder weniger wild tanzend auf der Bühne bewegten. Die Jungs ballerten Song um Song raus. Die Stimmung war perfekt, beste Metal Unterhaltung, die einfach nur Spass und gute Laune verbreitet. Mit „Party All Day“ machten sie dann den Sack endgültig zu und entliessen die Fans in die Nacht. Ein wahrhaft genialer Glam Metal Parodie Abend ging viel zu schnell zu Ende.

steel panther

 


 

BILLY IDOL

CH-Pratteln/ Z7/ 12.06.2014

gloria volt

Um 20.15 Uhr machten sich die Winterthurer GLORIA VOLT an die ca. 3000 Zuschauer auf Betriebstemperatur zu bringen. Sie rockten die extra erstellte Open Air Bühne neben dem Z7 mit ihrem packenden AC/DC lastigen Rock.  Die Band, speziell der Mann am Mikro, wusste die grosse Bühne zu nutzen. Die Zuschauer rockten gut mit der Combo ab, obwohl alle ja nur auf den Meister BILLY IDOL warteten. Ein sehr gelungener Opener, der Spass hatte und Freude zu bereiten wusste.

billy idol

Um gut 21.30 Uhr war es dann endlich soweit. Der legendäre Blondschopf BILLY IDOL kam mit seinen Musikern auf die Stage und wurde sogleich abgefeiert. Billy versteht es immer noch zu posen, singen und begeistern. Jung und Alt liessen sich zurück fallen in die Vergangenheit. Die Stimmung war top, aber eher ruhig und schwelgend, als kollektives Austicken, obwohl schon bei DANCING WITH MYSELF die erste Ohnmächtige rausgetragen wurde. Er schlug die Brücke von Uralt Klassikern aus der GENERATION X Ära bis zu seinen eigenen Hits. Billy grinste und zeigte den Zuschauern, dass er immer noch sichtlich Spass daran hat zu entertainen und rocken. Steve Stevens an der Gitarre ist eine coole Sau und weiss sein Instrument zu bedienen wie fast kein anderer. Auch sein Gitarrensolo war genial. Er entlockte dem Instrument von Spanisch bis leidenschaftlich alles was ein Solo braucht. Es war ein perfekter Abend mit cooler Mucke, die einem zurück in die Jugendzeit warf und zeigte, dass man Billy und seine Crew noch lange nicht zum alten Eisen zählen darf, optisch auch ganz und gar nicht.

billy idol

 


 

       

SLAYER/ ANTHRAX

CH-Pratteln/ Z7/ 09.06.2014

 

anthrax

Es war ein brutal heisser Sommerabend. Aber auch das hinderte die gut 1400 Metalheads nicht in den Backofen, sprich Z7, zu pilgern um der ½ der Big Four zu huldigen. Nach einer Odyssee, von wegen Fotopass und wer welche Band fotografieren darf, legten dann mit 1/2 Stündigem Rückstand die New York Thrash Veteranen von ANTHRAX los. Bestens gelaunt und lautstark von der Fan Meute empfangen jagten Scott und Co. ein Best Of Feuerwerk durch die Speaker. Scott schredderte breit Kaugummi kauend seine Riffs unters Volk und vergass dabei nie abzumoshen. Joey flitzte über die Bühne als wäre er gerade mal 20 Jahre alt. Mit einer Topsongauswahl machte es richtig Spass abzufeiern. Das Z7 erreichte schon jetzt Siedetemperatur. Beim Song IN THE END hingen über ihren Bannern Profilbilder von RONNIE JAMES DIO. Die Band huldigte ihm eindrücklich. Danach ging es mit dem AC/DC Cover T.N.T. zur Sache, die Halle sang lauthals mit und die Fäuste gingen hoch. Mit ANTISOCIAL nahm das Song Feuerwerk ein Ende, leider ohne Zugabe. Das Z7 war an dem Abend nichts für Leute mit Platzangst, man konnte froh sein, dass die Tore hinten offen waren als es nach 40 min. Umbaupause mit den sehnlichst erwarteten SLAYER weiter ging. Mittlerweile sind zwar nur noch die Hälfte des Original Line Ups an Bord, aber sie sind und bleiben eine Macht. Kompromisslos legten sie los was das Zeug hielt. Praktisch keine Worte wurden mit dem Publikum gewechselt, aber das tat der Stimmung im Zuschauerraum keinen Abbruch. Kerry King, Tom Arraya, Gary Holt (Exodus) und der neue (alte) Mann hinter der Schiessbude Paul Bostaph prügelten sich gnadenlos durch ihren Backkatalog. Sei es Manadtory Suicide, War Ensemble, Season In The Abyss oder Raining Blood.Mit South Of Heaven ging’s in den Zugaben Teil, welcher danach mit Angel Of Death, vor einem grossen HANNEMANN/HEINEKEN Logo, zu Ende gebracht wurde und sie damit ihrem verstorbenen Gitarrist und Songwriter huldigten. Ein genialer Classic Thrash Metal Abend, der aber schon zeigte, dass SLAYER, speziell Arraya, gewisse Abnützungserscheinungen vorweisen. Noch was in eigener Sache. Fotos konnte ich persönlich nur von ANTHRAX machen für SLAYER Bilder empfehle ich folgenden Link.www.diebuehrers.com 

anthrax


       

FLESHGOD APOCALYPSE

CH-Pratteln/ Z7/ 10.04.2014

 

fleshgod appcalypse

Es war Zeit für mein erstes Konzert der MINI Z7 Produktion. Das heisst, die Halle wird unterteilt. Man kommt rein und es stehen Tische mit Kerzen drauf bereit. Die Leute haben eine kleine Bühne links an der Hallenwand aufgebaut. Alles sehr gemütlich und chillig wie es präsentiert wird. Auch von der Zuschauerzahl war es eher im unteren Bereich mit gut 70 Personen. Die Suche nach einer passenden Vorband für die Italo Symphonic Death Metaller von FLESHGOD APOKALYPSE war erfolglos. Also hiess es erstmals warten bis nach 21.00 Uhr, obwohl der Beginn im Internet auf 20.00 Uhr angesetzt war. Aber in der Atmosphäre liess es sich gut warten. Dann hiess es Licht, aus Spot an. Einzeln betraten die in zerrissenen und Blutverschmierten Anzügen gekleideten Musiker die Bühne. Ab dann wurde einfach niedergewalzt. Mit unheimlicher Wucht, obwohl der Sound noch einen ticken besser hätte sein können, jagten sie durch den Set. Auch der Mann am Klavier und die im Hintergrund platzierte Opern Diva gaben alles. Auch wenn ihr Sound gerne Mal wirr klingt, im Gesamtbild ist er einfach nur brutal. Nach gut 1 Std. gingen sie von der Bühne. Nach Zugabe-Rufen kamen die Musiker nochmals zurück, aber auch nur noch für einen letzten Track. 22.15 Uhr war bereits der Spuk zu Ende. Was sehr schade war. Ein Headliner Set dann auch noch ohne Vorband und nur eine gute Stunde gespielt ist zu wenig. Auch wenn das was in dieser Stunde passierte hohe Schule war.


 

GAMMA RAY, RHAPSODY OF FIRE, ELVENKING

CH-Pratteln/ Z7/ 08.04.2014

Es war ein wahrhaft kraftvoller Abend im Vorort von Basel. 3 Bands, die mit Power und Können zu brillieren wussten. Pünktlich um 19.30 Uhr war Lichter löschen angesagt. Die Halle war zwar noch nicht so gut besetzt, aber es standen doch einige feierwillige vor der Schranke. Als die Italos von ELVENKING die Bühne enterten war gleich klar, die Jungs fetzen. Trotz sehr kleinem Bewegungsspielraum, aufgrund der Bühnenaufbauten, rockten sie gut gelaunt und nahmen die Fans für sich ein. Wenig Worte dafür üppig Muck,e die zum Mitfeiern einlud. Der Sänger mit seinem leuchtenden Mikroständer und der schwarzen Schminke im Gesicht sprühte, wie auch der Rest der Musiker, nur so vor Spielfreude. Ein Siegeszug sondergleichen, den die Jungs hinlegten und sie waren der perfekte Opener. Ich selber hätte ihnen den Platz von Rhapsody Of Fire gegönnt.

elevenking

Eben selbige enterten nach einer kurzen Umbaupause die Bühne und versuchten das Stimmungslevel ihrer Landsmänner bei zu behalten. Es gibt ja mittlerweile zwei Acts, die unter dem gleichen Banner firmieren. Da wären Luca Turilli’s Rhapsody of Fire und dann die Band, die an dem Dienstagabend auftrat, welche sich nur RHAPSODY OF FIRE nennt. Die Band hat ein eigenes Musikgenre geschaffen. Den Hollywood, oder auch Film, Metal. Technisch gibt’s rein gar nichts zu bemängeln bei der Band. Ihr Niveau ist oberste Championsleague, aber durch das üppig epische und die vertrackten fast klassischen Songs konnten sie die Stimmung nicht halten. Es war absolut grosses musikalisches Kino, aber bei den Zuschauern ging’s mehr ums Staunen und Geniessen.

rhapsody of fire

Danach war es um 22.00 Uhr Zeit um das letzte Mal das Licht herunter zu fahren. Die Hamburger Jungs um Kai Hansen (Voc./Git.) von GAMMA RAY enterten die Stage und zeigten mit breitem Grinsen, dass sie heiss waren das Z7 zum Schwitzen zu bringen. Sie wurden schon mit Sprechchören empfangen und so ging es weiter. Es wurde mitgesungen, gefeiert und die Hände gegen die Hallendecke gereckt. Was mich etwas gestört hat war, dass Kai seine Ansagen alle auf Englisch machte, aber er erklärte, dass es für ihn schon Gewohnheit sei in Englisch zu reden auf der Bühne durch das ganze Touren. Mit Jam Parts im Reggae Stil,dem Helloween Track „I Want Out“, nach dem Anspielen des Queen Songs „We Will Rock You“ und eigenen Songs quer durch die GAMMA RAY Schaffenszeit konnte gar nichts schief gehen. Das war mal wieder ein Abend der Superlative mit topmotivierten Acts, die einen überzeugen konnten.

gamma ray


 

       

ROCK@SWIL

CH-Volketswil/ Sportzentrum Gries/ 25.01.2014

An diesem kalten Januarabend ging im Zürcher Oberländischen Volketswil ein Metal-Abend der Extraklasse über die Bühne. Leider war das Sportzentrum nicht so richtig gut gefüllt, aber die Anwesenden rockten begeistert mit. Die ersten im Reigen waren TEMPESTA, die bereits um 16:30 Uhr auf die Bühne mussten. Es waren vielleicht etwa 30 Personen da, die mit der Band feierten. Sie rockten solide und gekonnt, aber konnten mich nicht von den Socken reissen, was aber eventuell auch an der frühen Uhrzeit lag. Als zweiter Act waren die Lokalmatadoren von ME AND THE REST mit ihrem kernigen, ehrlichen Hardrock an der Reihe die etwas zahlreicheren Fans aufzuheizen. Was den gestandenen Musikern sehr gut gelang. Mit dem Metal Marathon Medley beendeten sie ihren 1 stündigen Set und wurden sogar mit Zugabe-Rufen, die wegen dem Zeitrahmen nicht erfüllt werden konnten, entlassen.

me and the rest

 

Die dritten im Bunde kamen aus dem Emmental und bezeichnen sich selber als Emmentaler Drachentöter. Jetzt weiss jeder das die Rede von EXCELSIS ist. Die Band stach stilistisch etwas aus der Reihe mit ihrem Helvetic Folk Power Metal, aber ihre Anhänger sangen und feierten mit der Formation nach allen Regeln der Kunst mit. Somit war die erste Hälfte durch und es waren auch mehr Fans anwesend, auch die Stimmung war auf einem guten Level angelangt.

excelsis

Die nächste Band war auf ausdrücklichen Wunsch von Udo Dirkschneider dabei. Die LION TWINS kannte ich bis dato nicht. Sie bezeichen ihren Sound als Pop Metal, aber ich hörte nicht viel Pop. Die Frontelfe wusste stimmlich, wie auch beim Stageacting, zu überzeugen. Auch der Rest der Musiker waren solide und überzeugend.

lion twins

Danach war der Headliner und Metal Legende U.D.O. mit seinen Recken an der Reihe. Da gab's kein Halten mehr! Die Fans rockten was es ging und reckten ihre Fäuste gegen die Hallendecke. Es wurde mit dem German Tank gesungen und gebangt. Dass er und seine Band mit ihrem traditionellen Deutschen Metal Sound qualitativ obere Liga ist braucht hier nicht erwähnt zu werden. Die Band rockte was das Zeug hielt und konnte die Zuschauer begeistern. Bei den letzten musste ich leider passen. Aber nach den Zeugenaussagen zu urteilen war die ungarische Iron Maiden Cover Band IRON MAIDNEM voll überzeugend und echt. Eine geniale Stahl Sause war das in Volketswil, auch wenn's doch noch ein paar Zuschauer mehr hätte sein können

UDO


 

QL

CH-Solothurn/ Kofmehl/ 23.01..2013

ql

2004 machten sich die Bieler Funpönker auf HEIMATSCHUTZ zu betreiben. Ein Jahr darauf machten sie LUSCHT auf die SCHWIIZERCHRACHER (2007) um 4 Jahre später allen zu sagen MACH LUUT. Jetzt mit 10 jährigem Bestehen haben sie es geschafft einen WäUTHIT einzuspielen. Den haben sie an diesem verregneten Donnerstagabend im legendären Kofmehl zu Solothurn getauft. Als Opener haben sie sich Unterstützung der Seeländer von UNITED TO BE FAMOUS geholt. Diese legten gut los. Ihre Musik ist gute Laune Rock, der gerne auch balladesk daher kommt. Sie zockten durchaus gut und die Zuschauer machten auch artig mit. Aber für einen Opener waren sie mir und vielen anderen auch zu handzahm.

ql

Ab 21:00 Uhr war es dann Zeit für die Spassmacher aus Biel. QL legten bestens gelaunt und ohne zu zögern los. Die Zuschauer waren sogleich bereit und feierten die Band als gäbe es kein Morgen. Lauthals wurde mitgesungen und gemosht. Einfach Party pur. Hauptaugenmerk lag klar auf dem neuen Album, aber Sägi, Pät, Schibä und Tosi wussten genau was die Fans wollten und boten eine Best Of Setlist quer durch ihren Backkatalog. Das war ein Abend, der richtig Spass machte und die Band von ihrer Schokoladenseite zeigte. Auch wenn sich hie und da ein kleiner Fehler einschlich, das interessierte niemand. Erstens ist es (Fun) Punk und zweitens geht’s um den Spass und das Zusammenfeiern.